Mahner wie Sammer Meisterwarnung: Warum Bayern-Boss Pesic jetzt Alarm schlägt

Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballer des FC Bayern: "So haben wir im Halbfinale nichts zu suchen und gehen unter". Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht

Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballer des FC Bayern, kritisiert seine Mannschaft nach dem 3:0 im Viertelfinale gegen Braunschweig: "So haben wir im Halbfinale nichts zu suchen und gehen unter."

 

München - Marko Pesic hatte eigentlich ein erfolgreiches Sportwochenende mit dem FC Bayern hinter sich. Den Pokalsieg der Fußballer in Berlin hatte der Geschäftsführer der Basketballer erstmals auf Einladung des Vereins im Olympiastadion miterlebt. Am Sonntagnachmittag sicherten sich dann noch die U16- und U19-Basketballer den Meistertitel. Und am Abend machten die Profis mit dem 87:77 gegen die Löwen Braunschweig den Halbfinaleinzug in den Playoffs klar.

Marko Pesic: Mahnung zum besseren Spiel

Erstmals seit 2013 gelang ihnen sogar ein 3:0-Erfolg. Das klingt allerdings deutlicher, als es in den drei wenig überzeugenden Spielen der Bayern tatsächlich war. Und genau das sorgte bei Pesic für ziemliche Verstimmung. "Unser Trainerstab und alle Spieler haben ein hohes Maß an Intelligenz. Und das werden sie jetzt brauchen", sagte der 42-Jährige: "Denn so, wie wir gespielt haben, haben wir im Halbfinale nichts zu suchen."

Pesics Meisterwarnung an seine Bayern! Er übernahm trotz des vermeintlich klaren Halbfinaleinzugs die Rolle des Mahners, in der sich einst Matthias Sammer als Sportvorstand des FC Bayern ja bei den Fußballern so gerne hervortat. Im Unterschied zu Sammer kommen Pesics kritische Worte allerdings wenig überraschend oder gar antizyklisch daher. Vielmehr waren die Probleme der Bayern in den bisherigen Playoffs geradezu offensichtlich und zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Viertelfinalserie. Im ersten Duell mit Außenseiter Braunschweig gab der Titelverteidiger einen 12:0-Start, im zweiten sogar eine 20-Punkte-Führung und auch im dritten erneut einen 17-Punkte-Vorsprung geradezu fahrlässig zwischenzeitlich wieder aus der Hand.

Halbfinale für FC Bayern Basketball: Revanche gegen Vechta?

"Wenn wir so spielen, wie wir in den ersten drei Spielen gespielt haben, dann war’s das mit der Saison", sagte Pesic. "Wir haben Braunschweig in jedem Spiel die Tür offen gehalten. Sie hatten immer die Chance, zu gewinnen – und das ohne ihre beiden besten Spieler." In der nächsten Runde kommt in jedem Fall ein noch stärker besetzter Gegner auf die Bayern zu. Momentan sieht es nach Überraschungsteam Vechta aus, das in der Serie gegen Bamberg mit 2:1 führt.

"Wir müssen besser und souveräner spielen, den Gegnern zeigen, dass sie keine Chance haben", forderte Pesic. Bis zum ersten Halbfinalspiel am Sonntag (18 Uhr/Magenta Sport) haben er und die Bayern nun Zeit, "darüber nachzudenken, was wir wollen. So gehen wir unter." Bei diesem Prozess setzt Pesic auf "Charakter und Qualität" des Teams. Denn: "Wenn diese Mannschaft ernst spielt, dann liegen wir innerhalb von vier Minuten mit 20 Punkten vorne."

Aber warum tut sie es dann nicht? "Wenn ich die Erklärung hätte, würden wir nicht im dritten Spiel auch noch so aussehen", sagte Kapitän Danilo Barthel und schloss sich Pesic an: "Wenn wir weiter so spielen, holen wir nichts." In Sachen Halbfinalgegner hat Barthel übrigens eine klare Präferenz: "Ich will gegen Vechta spielen, weil wir dort im Ligaspiel extrem schlecht aussahen. Dafür wollen wir Revanche." Vielleicht verhilft den Bayern ja dieser Gedanke auch zu besseren Leistungen.

 

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