Machtkampf beim TSV 1860 Gorenzel: "Personelle Konsequenzen standen im Raum"

Schon im richtigen Outfit: Sportchef Günther Gorenzel, der künftig den Trainerjob von Daniel Bierofka übernehmen wird - aushilfsweise immer dann, wenn die 1860-Ikone zur Trainerausbildung in Hennef weilt. Foto: sampics/Augenklick

Löwen-Sportchef Günther Gorenzel freut sich über die Verpflichtung von Stefan Lex sowie Efkan Bekiroglu und kündigt weitere Neuzugänge an. Zudem dankt er Investor Ismaik für die Unterstützung und deutet an, dass es andernfalls ein Löwen-Beben hätte geben können.

München - Der TSV 1860 kann durch die Freigabe von zwei Millionen Euro in Form von Genussrechten durch Investor Hasan Ismaik endlich die Drittliga-Planungen unter Dach und Fach bringen. Am Montag vermeldeten die Sechzger prompt die Verpflichtungen von Stefan Lex und Efkan Bekiroglu.

"Ein großes Dankeschön von der sportlichen Leitung an Hasan Ismaik. Wenn er dem Verein nicht wohl gesonnen gewesen wäre, wären keine Topspieler möglich gewesen", erklärte Sportchef Günther Gorenzel am Montag über die Einigung mit dem Jordanier und kündigte für Dienstag weitere Neuzugänge an.

Gorenzel: Dank an Ismaik, Bay, Stimoniaris und Scharold

Der Österreicher dankte auch Geschäftsführer Michael Scharold und den beiden Aufsichtsrats-Mitgliedern Karl-Christian Bay und Saki Stimoniaris - das Trio hatte hauptsächlich die Verhandlungen miteinander geführt.

Gorenzel gestand allerdings auch ein, dass der Sportlichen Leitung zuvor der viel zitierte Geduldsfaden zu reißen drohte: "Wir haben drei Wochen lang nicht gewusst, wo es hingeht: vor oder zurück, links oder rechts? Die Erleichterung ist entsprechend groß", so der 46-Jährige. Er ergänzte vielsagend: "Daniel und ich haben intern Druck gemacht. Auch personelle Konsequenzen sind im Raum gestanden."

Bierofkas Geduld am Ende?

Welche Konsequenzen er konkret meint, erwähnte Gorenzel nicht. Allerdings lassen seine Worte durchaus den Interpretationsspielraum, dass 1860-Ikone Bierofka damit drohte, die geplante Vertragsverlängerung auszuschlagen.

Das Szenario, dass die Sechzger früher oder später ihren Reanimator und Aufstiegshelden Nummer eins verlieren, könnte Investor Ismaik und das Präsidium um Robert Reisinger dann doch zumindest insoweit näher zusammenrücken lassen, sich auf das zwei-Millionen-Paket zu einigen.

Wörns geht, Lubojanski übernimmt

A propos Personalentscheidungen: Der Sportchef gab zudem Aufschluss darüber, dass Ex-Nationalspieler Christian Wörns die U21 verlässt, U17-Coach Sebastian Lubojanski wird aufrücken. Zudem werde die U19 extern besetzt und für die U17, die zuletzt gegen den FC Ingolstadt den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, eine interne Lösung gefunden werden.

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