Lokales Bratwurst-Experten testen den ersten Nürnburger

Präsentierte gestern den Nürnburger und Nürnberg: Florian Hoeneß. Foto: bayernpress

Bürgermeister und Wirte probierten gestern die Neuheit von McDonald’s: „Das Ding wird ein Erfolg!“

 

NÜRNBERG Drei Nürnberger Bratwürste, ein Ciabatta-Brötchen, ein bisschen Senf, dazu Röstzwiebeln – macht 1,79 Euro und 375 Kalorien: Seit gestern gibt es in allen 1361 deutschen McDonald’s-Filialen den Nürnburger. Dort können die 2,67 Millionen Kunden täglich jetzt auch unsere Spezialität, eine Kreation von FC Bayern-Manager Uli Hoeneß und Sohn Florian (Chef von HoWe, dem größten Herstellers von Nürnberger Rostbratwürsten) probieren.

Zum offiziellen Start kam gestern Florian Hoeneß in die Fastfood-Filiale am Nürnberger Hauptbahnhof. Wochenlang hatte er mit McDonald’s diverse Kombinationen von Semmeln und Saucen durchprobiert, bevor man sich auf das jetzige „Modell“ festlegte.

Das zog auch Bürgermeister Horst Förther an, der sonst nie bei der Burger-Kette einkehrt. Aber für den Nürnburger machte er eine Ausnahme: „Auch wenn er nicht so gut ist wie vom Holzkohlegrill – er dient der Bratwurst und ist eine gute Werbung für uns.“

Auch Werner Behringer vom Bratwursthäusle und Gregor Lemke vom Bratwurst-Röslein kamen zum Testen: „Schmeckt echt nicht schlecht, viel würziger als ein normaler Burger“, erklärte Behringer. „Wenn sie das durchhalten, dann wird das Ding ein Erfolg“, lobte er. Kollege Lemke stimmte ebenfalls zu: „Ist sehr lecker!“

Konkurrenz vor ihrer Haustür – beide sind nur einen Steinwurf von der McDonald’s-Filiale am Hauptmarkt entfernt – haben die Wirte nicht: „Die Jüngeren sind genau die Zielgruppe, die wir noch brauchen. So finden sie den Weg zu uns.“ Während die einen auf einen Imagegewinn hoffen, sind andere vorsichtig. Der sei erst gar nicht notwendig, entgegnet kritisch Manfred Seitz, Obermeister der Fleischerinnung: „Die Nürnberger sind weltweit bekannt.“ Er fürchtet, dass ein „einmaliges Produkt“ durch McDonald's an Charakter und möglicherweise sogar seinen guten Ruf verlieren könnte.

Drei Monate ist der Nürnburger erstmal im Sortiment. Dann wird über seine Zukunft entschieden. Andrea Uhrig

 

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