Löwen-Mittelfeld im Fokus TSV 1860: Die Hinrundenzeugnisse für Sechzigs Männer in der Mitte

Hoffnungsträger im Mittelfeld: Timo Gebhart und Efkan Bekiroglu Foto: sampics/Augenklick

Mit 29 Zählern aus den ersten 20 Partien ist der TSV 1860 auf einem Platz im Tabellenmittelfeld überwintert. Vor dem Start in die Rest-Rückrunde am Sonntag blicken wir auf die Leistungen der Akteure in der Hinrunde zurück - in Teil drei bekommt das Löwen-Mittelfeld ihre Zeugnisse.

 

München - Sie sind Abräumer, Motoren und Vorbereiter im Spiel der Löwen - ab und an auch Torschützen. Sechzigs Mittelfeld-Männer sind es, die das Spiel des TSV 1860 vor des Gegners Kasten lenken. Rang zehn zur Winterpause, 29 Punkte - Dauerbrenner Daniel Wein, Spielmacher Efkan Bekiroglu und Co. führten die Sechzger ins Tabellen-Mittelfeld. Dort überwinterte der TSV ohne akute Abstiegsängste, um in der Rest-Rückrunde einen möglichen Angriff auf die obere Regionen zu starten

Teil 3 der AZ-Serie - die Männer in der Löwen-Mitte.

Tim Rieder, Note 2: Die Leihgabe von Bundesligist FC Augsburg wollte unbedingt zu Sechzig. Der Hauptgrund: Daniel Bierofka. Also wechselte der Abräumer unter Gehaltseinbußen an die Grünwalder Straße, wo er schnell überzeugen konnte. Anfänglich in der Innenverteidigung, bevor er - auch aufgrund Bekiroglus Verletzung - im defensiven Mittelfeld unabkömmlich wurde. Zweikampfstärke, Dynamik, Spielverständnis - Rieder machte die Löwen-Mitte sichtlich besser. Und zwei Tore, bei denen er allerdings jeweils nur angeschossen worden war. Fehlte gegen Ende der Hinrunde mit einer Knieverletzung, arbeitet aktuell an seinem Comeback.

Daniel Wein, Note 3: Sechzigs Dauerbrenner. Nach dem Absturz in die Regionalliga Bayern kaum wegzudenken. In der laufenden Saison 19 Einsätze, drei Tore. Fleißiger Dauerläufer mit feinem Füßchen, was sich vor allem bei Freistößen zeigt.

Kristian Böhnlein, Note 4: Der Ex-Bayreuther hatte unter Bierofka einen schweren Stand und zumeist nur Einsätze in der U21 (Bayernliga), weil es ihm etwas an Dynamik und Schnelligkeit fehlt. Von Köllner überraschend im Derby gegen den FC Bayern II aufgeboten. Höchststrafe gegen Großaspach (1:1), als er ein- und wieder ausgewechselt wurde. Insgesamt fünf meist kurze Einsätze. 

Bekiroglu der Chef im Mittelfeld

Efkan Bekiroglu, Note 2: Der technisch beschlagene Spielmacher hat sich im Vergleich zur Vorsaison nochmal weiterentwickelt. Was der (Ch)Effe im Mittelfeld mit dem Ball anfangen kann, können nicht allzu viele Drittliga-Profis. Drei Buden und zwei Assists in nur zehn Partien, da durch einen schweren Muskelfaseriss wochenlang lahmgelegt. Nach seiner Rückkehr direkt wieder in der Chefrolle.

Dennis Dressel, Note 3: Der Junglöwe wurde zwar von Bierofka gefördert, blieb allerdings vor dem Aus der 1860-Ikone mehrere Wochen lang ohne Einsatz. Unter Köllner Stammspieler in der Mittelfeld-Raute, mit einem Tor gegen die kleinen Bayern und mehreren starken Auftritten zahlte das physisch robuste und kampfstarke Spielmacher-Talent zurück. 

Timo Gebhart, Note 5: Heimkehrer und Sorgenkind zugleich. Seine Fähigkeiten sind unbestritten, einzig bekommt sie der einst so talentierte Bundesligaspieler nicht auf den Rasen. Kam im Sommer mit Trainingsrückstand, den er zuerst loswerden wollte - aber nie richtig ankam. 15 Spiele, meist nur wenig Spielzeit und nur je ein Treffer und Assist. Ist seine Zeit schon um oder bekommt der Spielmacher noch die Kurve? 

Kindsvater vom Verletzungspech verfolgt

Benjamin Kindsvater, Note 4: Der pfeilschnelle Flügelflitzer kommt in der laufenden Spielzeit nicht auf die Beine. Hatte in der Regionalliga und vergangenes Jahr durchaus seine Momente, aber nach anfänglich soliden bis blassen Leistungen derzeit wegen Adduktoren- und Leistenproblemen außen vor. 12 Spiele und zwei Vorlagen.

Fabian Greilinger, Note 4: Bierofka fühlte sich durch den frechen Linksaußen an sich selbst erinnert und verhalf dem 19-Jährigen zum Drittliga-Debüt. Neun (Kurz-)Einsätze, noch keine Scorerpunkte. "Greile" steckt noch in der Findungsphase. 

Noel Niemann, Note 2: Das Löwen-Leichtgewicht. Nach schwerer Verletzung lange außen vor, bevor Köllner mit seiner Hereinnahme überraschte - und nicht enttäuscht wurde. Schon beim Startelfdebüt gegen Großaspach (1:1) hinter den Spitzen leitete der kleine Dribbler (1,71 Meter) ein Tor ein, zuletzt in Münster (1:0) folgte sein erster direkter Assists. Hoffnungsvoller Auftakt. 

 

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