Löwen in der Dritten Liga Kleiner Etat für den TSV 1860? Das geben andere Klubs aus

Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (l.) und Trainer Daniel Bierofka müssen mit einem kleinen Budget in die neue Saison starten. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Löwen-Trainer Daniel Bierofka und Sportchef Günther Gorenzel klagen wegen der drohenden Etat-Reduzierung. Was andere Klubs in der Dritten Liga investieren - und wo der TSV 1860 stehen würde.

 

München - Wie hoch wird der Spieleretat des TSV 1860 in der Saison 2019/20 sein - und wie hoch kommen die Löwen damit hinaus? Diese beiden Fragen drängen sich auch nach der Aufsichtsratssitzung der Vereinsoberen am Dienstagnachmittag noch auf.

TSV 1860 plant aktuell mit drei Millionen Euro

Präsident Robert Reisinger hatte in einer öffentlichen Stellungnahme über Sechzigs Perspektive von einem Etat von 3 bis 3,5 Millionen gesprochen, nach AZ-Informationen kann die ausgegliederte Profifußballabteilung aber nur mit drei Millionen für die kommende Spielzeit planen - in der Folgesaison nur noch mit 2,5 Millionen.

Eine derartige Reduzierung ist zwar nicht gleichzusetzen mit dem sicheren Abstieg, doch Berge versetzen können die Sechzger damit nicht in der Dritten Liga und würden aller Voraussicht nach um den Klassenerhalt kämpfen - weshalb Bierofka und Gorenzel am Dienstagnachmittag vor den Aufsichtsräten einen letzten Hilferuf abgesetzt haben.

Dritte Liga: Der KFC Uerdingen ist der Krösus

Zum Vergleich: Der Liga-Krösus heißt KFC Uerdingen und ist mit rund acht Millionen in die laufende Saison gegangen. Der Klub des russischen Geschäftsmanns Michail Ponomarew zeigt dabei nicht nur, in welchen Regionen die Spitzen-Summen in Deutschlands dritthöchster Spielklasse liegen. Die Krefelder liefern angesichts Rang 10 und "nur" 44 Zählern (punktgleich mit 1860) auch Zeugnis davon ab, dass das meiste Geld nicht immer die meisten Tore schießt.

Die Etats weiterer Kontrahenten der Giesinger: Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern hatte diese Saison einen (reinen) Spieleretat von 5 Millionen Euro. Die Spielvereinigung Unterhaching ging nach AZ-Informationen mit 2,1 Milllionen in die laufende Spielzeit, kann darüber hinaus aber auf einige fremdfinanzierte Spieler zurückgreifen. Carl Zeiss Jena gab laut eigenen Angaben 2,6 Millionen für den Drittligakader aus und ist in akuter Abstiegsgefahr.

Hansa Rostock hat Lizenz - und 4,4 Millionen

Mit Hansa Rostock, das die Lizenz ohne Auflagen bekommen hat, vermeldete bereits ein Verein den Etat für die kommende Saison verkündet: Der Ost-Klub von Ex-Löwe Kai Bülow hat 4,4 Millionen zur Verfügung.

Fazit: Ausreißer nach oben wie unten kann und wird es immer geben, doch ein höherer Etat erhöht in der Regel die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Saison - und am Ende auch die Chancen auf das, was sich viele Löwen-Fans wünschen: den Aufstieg in die Zweite Liga.

 

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