Livemusik, Naturtribüne, Löweninvasion FC Pipinsried gegen TSV 1860: "Spiel des Lebens" im Dachauer Hinterland

2010 waren die Löwen schon einmal zu einem Freundschaftsspiel in Pipinsried zu Gast. 2018 geht es für beide Teams um deutlich mehr. Foto: FC Pipinsried

Wenn der FC Pipinsried am Samstag den großen TSV 1860 empfängt, geht es für die Elf von Trainer Daniel Bierofka um die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern - mit einer Liveband und 7.000 Fans auf einer Naturtribüne im 580-Seelen-Dorf.

 

München - Samstag, 17 Uhr (im AZ-Liveticker): FC Pipinsried gegen den TSV 1860. Die Löwen von Trainer Daniel Bierofka brauchen für die sichere Meisterschaft in der Regionalliga Bayern noch ein Pünktchen, um am vorletzten Spieltag den Titel einzufahren.

Wenngleich der Gegner noch im Abstiegskampf steckt und nebst beschaulichen Orten wie Schalding-Heining und Unterföhring zu den "kleineren Kalibern" zählt, sind Bierofka und seine Löwen vor dem topmotivierten Gegner gewarnt- Auch die Volksfest-Stimmung - inklusive der Liveband "Shout" - rund um den Fußballplatz des 580-Seelen-Dorfes im Dachauer Hinterland, wo ein Hügel hinter dem Rasen zur Naturtribüne (für rund 5.000 Zuschauer) umfunktioniert wird, lässt den TSV 1860 nicht die nötige Ernsthaftigkeit vergessen.

In einem Facebook-Post stellt der FC Pipinsried nun klar, warum man das Duell mit den Sechzgern zum "Spiel des Lebens" ausgerufen hat: "Weil noch nie so viele Zuschauer ein Spiel bei uns besucht haben", heißt es dort gefolgt von der Aussage, dass "wir seit Monaten planen und vorbereiten", zudem am Spieltag 350 größtenteils ehrenamtliche Helfer engagiert seien und überhaupt "das von uns bis jetzt noch keiner erlebt hat".

Nicht zu vergessen der Hinweis, dass die Wurstsemmeln am Samstag selbstredend selbst geschmiert werden, wofür der Verfasser des Textes den tatkräftigen "Mädels" schon im Voraus dankt. Nicht wenige Löwen-Fans haben bereits auf den Post reagiert und dem Gegner dafür gedankt, dass so viele Sechzger eine mögliche Meisterfeier live vor Ort erleben können.

Sympathische Aussagen aus einem kleinen, fußballverrückten Örtchen, wo "das ganze Dorf zusammenhält", wenn die Löwen kommen. Pipinsried selbst würde jener Punkt, der Sechzig zur Meisterschaft reicht, im Übrigens für den Klassenerhalt genügen - ob's auf dem Rasen mit einem Remis ebenso freundschaftlich zugehen wird, bevor eine kollektive Meister- und Nichtabstiegsfeier starten kann?

 

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