Lena, Cathy, Silvia Die Spielerfrauen bei der EM: Da schau her!

Frau trägt dick auf: Cathy Fischer, die Freundin von Mats Hummels, in der Lemberger Arena. Foto: firo

Während auf der Tribüne in Lemberg Lena Gercke, Cathy Fischer und Silvia Meichel für Glamour sorgen, trumpfen ihre Freunde Sami Khedira, Mats Hummels und Mario Gomez auf dem Feld groß auf

DANZIG - Erst das Laster, dann das Vergnügen. Um die Nervosität zu bekämpfen, hat Lena Gerke, die Verlobte von Sami Khedira, erstmal eine Zigarette geraucht im Umlauf der Arena von Lemberg - in der Halbzeit und kurz nach Abpfiff. Zusammen mit vier weiteren Damen in Deutschland-Trikots unter der Mode-Robe. Der Spielerfrauen-Kader der Nationalelf war überschaubar, nicht mal eine Elf brachten sie zusammen beim EM-Auftakt gegen Portugal, dafür war die kleine Auswahl sehr ansehnlich.

Später, als der erste Sieg durch das 1:0 perfekt war, war bei Model Gerke wieder Gesundheitskost angesagt. Noch beim Einsteigen zum Rückflug knabberte sie um kurz vor 1 Uhr Ortszeit an einem Apfel.

Die Glücksbringer hatten einen perfekten Job gemacht. Drei der sechs Herzensdamen, die den Trip in die Ukraine auf sich nahmen, um ihren Liebsten persönlich die Daumen zu drücken, waren zugleich Matchwinnerspielerfrauen. Denn neben Khedira gehörte der Dortmunder Mats Hummels und Bayern-Stürmer Mario Gomez, der Siegtorschütze, zu den Helden des Abends - bei einem glücklichen Sieg. Wenigstens die Damenwahl stimmte.

Lena Gerke (24), 2006 erste Siegerin bei Heidi Klum in „Germany's Next Topmodel", saß im Journalistenflieger von Danzig am Vormittag neben Khediras Eltern und drückte auf der Tribüne neben seinem Vater Lazhar die Daumen. Ihr EM-Outfit: Panama-Hut, Sonnenbrille, luftig-lockeres Oberteil, eine Miniatur-Version von Hotpants, Plateau-Sandalen, dazu eine Mega-Handtasche. Ebenso extravagant: Cathy Fischer, die Freundin von Mats Hummels, sie trug grüne Schuhe, die für einen Tagesausflug ins Kopfsteinpflaster-Lemberg eher unvorteilhaft werden. Aber: sie sehen gut aus. Das zählt doch.

Eher unaufgeregt-dezent: Silvia Meichel, die Gomez-Freundin, sowie die Damen von Toni Kroos (Annika) und Marcel Schmelzer (Jenny).

Wie üblich bei Turnieren reisen die meisten der Spielerfrauen- und -freundinnen erst an, wenn es richtig ernst und interessant wird. Etwa ab dem Viertelfinale. Bastian Schweinsteigers Freundin Sarah etwa wird erst kommenden Sonntag zum dritten Vorrundenspiel in Lemberg gegen Dänemark erwartet, sie hat wegen Dreharbeiten zur neuen, alten TV-Show "Dalli, Dalli" derzeit Stress.
Ihre Liebsten können die Damen nach den Spielen sehen, Bundestrainer Joachim Löw erlaubte den Besuch im Mannschaftsquartier "Dwor Oliwski", will aber jeweils kurzfristig entscheiden, ob er ihnen auch gestattet, dort zu übernachten. Am Sonntagnachmittag war noch nicht geklärt, ob die Damen bleiben dürfen. Das soll, so heißt es, nicht abhängig gemacht werden, von Sieg oder Niederlage - aber natürlich helfen positive Ergebnisse.

Vor dem Viertelfinale oder einem möglichen Halbfinale wären ein paar mehr Tage, dann stehen die Chancen besser. Das Finalwochende in Kiew rund um den 1. Juli haben die meisten Spielerfrauen auf jeden Fall geblockt.

Für die Begleiterinnen und Familienangehörige ist für die Vorrunde in Sopot, rund 20 Minuten mit dem Auto entfernt, ein Hotel reserviert, beim DFB sagt man: das "Family & Friends"-Hotel. Dort übernachten etwa auch Vater und Bruder von Mesut Özil, die mit nach Lemberg folgen. Anders Per Mertesackers Bruder: Er reiste aus Norddeutschland mit einem VW-Bus in die Ukraine. "Ein ungewöhnlicher Trip. Wenn ich weiß, dass sie gut angekommen sind und alles okay ist, bin ich glücklich", sagte Mertesacker.

 

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