Lehren aus letzter Saison Schwabls Börsianer: So plant die SpVgg Unterhaching den Angriff auf die 2. Liga

Bekam viele Spielerwünsche erfüllt: Coach Schromm. Foto: R’steiner/AK

Mit sechs Neuzugängen startet die SpVgg Unterhaching in die Saison und will Lehren aus der letzten ziehen.

 

München - Was Manfred Schwabl und Claus Schromm bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke beschäftigt? Na klar: der Wintereinbruch! Den hatten der Präsident und der Cheftrainer der SpVgg Unterhaching vergangene Saison erleben müssen. Nachdem Haching die Hinrunde noch auf der Sonnenseite der Dritten Liga in Reichweite der Aufstiegsränge erlebte, hieß die Realität in der kalten Jahreszeit plötzlich Abstiegskampf.

"Am Ende sind wir Zehnter geworden, wir waren aber auch kurz vorm Abstieg und hätten auch 15. oder 18. werden können", erinnerte sich Schwabl auf AZ-Nachfrage. Weil Haching noch vor dem TSV 1860 (Zwölfter) landete, gewann Schwabl so gerade noch eine Wette mit Löwen-Präsident Robert Reisinger. Der muss nun einer Hachinger Jugendmannschaft ein Essen spendieren. "Ich habe ihm schon gesagt, dass er ein bisschen Geld herrichten soll", sagte Schwabl grinsend.

Haching will gestärkt aus der Krise hervorgehen

"Wir haben diese Phase so überlebt, wie das kein anderer Drittligist schafft", sagte Schromm. Man habe die Situation geschlossen überstanden und könne gestärkt daraus hervorgehen. "Wir versuchen, unsere Lehren daraus zu ziehen."

Schwabl hadert im Rückblick mit einer Fehleinschätzung: "Der Hauptgrund war, dass wir im Winter keinen neuen Stürmer geholt haben." Toptorjäger Stephan Hain verletzte sich prompt und konnte nicht adäquat ersetzt werden. "Ich hätte damals auf mein Bauchgefühl hören sollen", sagte Schwabl, "das haben wir jetzt korrigiert und gehen mit vier Stürmern in die Saison."

Der Belgier Arne Naudts und Felix Schröter verstärken die Offensive. Schröter, 23, kommt vom FV Illertissen und wurde einst in Hoffenheim unter Julian Nagelsmann und dann mit Schalke 04 unter Norbert Elgert, dem Förderer von Leroy Sané und Mesut Özil, deutscher A-Jugendmeister. Dazu kommen noch Ex-Löwe Jannik Bandowski und Paul Grauschopf für die Abwehr sowie Stephan Mensah und Moritz Heinrich fürs Mittelfeld. "Da sind viele Wünsche erfüllt worden", bedankte sich Schromm bei Schwabl für die neue Kadertiefe. Die soll vor allem eins garantieren: Dass der Wintereinbruch dieses Mal ausbleibt.

 

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