Lauth verlässt TSV 1860 Abschiedsspiel bei den Löwen: Servus Benny!

Das war´s. Benny Lauth nach seinem letzten Spiel für den TSV 1860 München. Foto: Markus Merz

Benny Lauth darf sich noch einmal riesig freuen im Trikot des TSV 1860 München. Zu seinem Abschiedsspiel kommen zahlreiche Fans, auch Ex-Löwe Kevin Volland schaut vorbei.

 

Altenmünster -  Um 20.29 Uhr ist es soweit. Benny Lauth zieht zum letzten Mal ein Trikot des TSV 1860 aus. Etwa zehn Minuten nachdem er zum letzten Mal überhaupt für die Löwen gegen den Ball getreten hat. Die große Karriere des Rekord-Torjägers der Löwen endet in der Provinz, in Altenmünster vor 1100 Zuschauern. Dass die Löwen den Testkick gegen eine Gemeindeauswahl mit 8:0 gewinnen – Nebensache.

Nach dem Spiel stürzen sich die Fans auf Lauth, wollen Fotos, Autogramme – und so ziemlich alles, was Lauth an diesem Tag an sich trägt. „Kann ich deine Schuhe haben?“ oder „Kann ich dein Trikot haben?“ sind gängige Fragen an diesem Abend, an dem Benny Lauth ein letztes Mal leise – und ohne Tor – Servus sagt. „Jetzt ist es vorbei“, sagt der 32-Jährige nur. Dass es zum Abschluss nicht noch mit einem Treffer geklappt? „Da gibt’s schlimmeres“, sagt Lauth und bahnt sich seinen Weg durch die Massen.

Die meisten Wünsche nach seinen Schuhen, den Stutzen oder dem Trikot bleiben unerfüllt. Nur zwei Männer haben gestern Abend Glück. Erst bekommt Allesfahrer Roman Wöll die Kapitänsbinde, die Lauth am Donnerstag tragen durfte. Später darf sich Edelfan Fritz Fehling über das Trikot des Knipsers freuen. „Er hat es mir einfach gegeben, ich frage Spieler nie nach ihren Trikots“, sagt Fehling der AZ.

Dass Lauth keinen Vertrag mehr bekommen hat, findet er „nicht nachvollziehbar“. Lauth ist für ihn einer der letzten Löwen-Helden. Zum Abschied gibt er ihm noch mit auf den Weg: „Geh nicht zu weit weg, Benny!“ Lauth sagt dazu nur: „Dann musst du mich halt besuchen kommen.“ Es sind emotionale Momente in Altenmünster. Besondere Momente.

Das zeigt alleine schon die Tatsache, dass sich ein prominenter Gast unter die Zuschauer gemischt hat, um beim Abschied von Lauth dabei zu sein: Neu-Nationalspieler, vielleicht-WM-Fahrer und Ex-Löwe Kevin Volland. Der sagt zu seiner Nominierung: „Davon war ich schon ein klein wenig überrascht. Jetzt will ich aber auch bei der WM dabei sein.“

Noch vor zwei Jahren hat Volland mit Lauth dafür gesorgt, dass die Löwen ausnahmsweise ernsthaft von der Rückkehr in die Bundesliga träumen durften. Dann ging Volland nach Hoffenheim. Und Lauth fehlte der kongeniale Partner. Der ist längst verschwunden, als Lauth endlich an der Umkleidekabine ankommt, noch einen Fotowunsch erfüllt und dann auch seine Fußballschuhe zum letzten Mal bei den Löwen auszieht.

Servus, Benny!

 

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