Lage am Münchner Hbf Liveblog: Weitere Sonderzüge erreichen München

Flüchtlinge kommen am Hauptbahnhof München an. Foto: Daniel von Loeper

Wohl niemals zuvor hat München innerhalb von nur zwei Tagen derart viele Flüchtlinge aufgenommen – fast 20 000 Menschen. 10 000 weitere werden am Montag erwartet. Der AZ-Liveblog vom Hauptbahnhof.

  • Fast 20 000 Flüchtlinge erreichten am Wochenende den Münchner Hauptbahnhof
  • Am Montag werden wieder bis zu 10 000 Flüchtlinge erwartet
  • Die Behörden stoßen langsam an ihre Belastungsgrenzen

Nach der Ankunft von fast 20 0000 Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof am Wochenende werden weitere Züge mit Flüchtlingen erwartet. Die Behörden rechnen mit bis zu 10 000

Allein am Vormittag und Mittag seien drei Sonderzüge aus Österreich mit 2100 Menschen geplant, sagte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand am Montagmorgen auf dem Münchner Hauptbahnhof. Er hoffe, dass einige Züge an München vorbei direkt in andere Bundesländer geleitet werden.

Flüchtlinge am Hauptbahnhof: Alle Entwicklungen hier im Liveblog

+++ Für sie ist helfen selbstverständlich - Großes "Danke" von OB Reiter +++

Sie haben nicht lange gezögert. Unzählige Ehrenamtliche helfen beim Empfang der vielen Flüchtlinge in München mit - eine Arbeit zwischen Freude und Rührung. Manchmal fließen auch Tränen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Regierungspräsident: Ohne ehrenamtliche Helfer ginge es nicht +++

"Die Ehrenamtlichen sind der Kitt für das Funktionieren des Gesamtablaufs", sagte der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand am Montagmorgen am Hauptbahnhof. Ihre Hilfe sei auch weiter dringend erforderlich. Dass die Aufnahme Tausender Migranten innerhalb kürzester Zeit so friedlich verlaufe, sei auch den Helfern zu verdanken, sagte Hillenbrand. In den vergangenen Tagen habe es in München keine fremdenfeindlichen Zwischenfälle gegeben.

+++Söder warnt vor unbegrenzter Einwanderung +++

Bayerns Finanzminister Markus Söder hat die immense Hilfsbereitschaft für die in Deutschland ankommenden Flüchtlinge gewürdigt - aber es müsse auch darauf geachtet werden, das eigene Land und die Menschen hierzulande nicht zu überfordern. "Hilfe ja, aber wir können nicht alle Probleme der Welt als Deutschland und Bayern lösen, das wäre dann auch zu viel", sagte Söder am Montag beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. "Asylrecht heißt nicht dauerhaftes Einwanderungsrecht aus allen Teilen der Welt."  Söder lobte in dem Zusammenhang die Koalitionsbeschlüsse zur Flüchtlingspolitik aus der vergangenen Nacht. Beispielsweise sei es richtig, auf das Taschengeld für Flüchtlinge zu verzichten und stattdessen auf Sachleistungen setzen zu wollen. Dagegen kritisierte Söder das Agieren der Europäischen Union: "Hätte man sich lieber um die Flüchtlinge gekümmert als um die Maut - das wäre besser gewesen."

+++ Viele Freiwillige am Hbf - Polizei benötigt keine weiteren Helfer +++

Schon eine halbe Stunde nach dem Aufruf der Polizei sind genügend freiwillige Helfer zum Hauptbahnhof gekommen. Momentan sind genügend vor Ort.

+++ Die Behörden erreichen ihre Belastungsgrenze - Helfer am Hauptbahnhof benötigt +++

Nach fast 20 000 Flüchtlingen am Wochenende rechnen die Behörden für den Montag mit bis zu 10 000 weiteren Flüchtlingen. So langsam erreichen die Behörden ihre Kapazitätsgrenze. Gegen 21:00 Uhr am Sonntag twitterte die Münchner Polizei:

Für den Montag benötigt die Polizei noch dringend Helfer am Hauptbahnhof

+++ KVR-Chef und der Regierungspräsident von Oberbayern appelieren an Länder +++

Die Zahl von insgesamt rund 14 000 Flüchtlingen binnen zwei Tagen führt selbst die Millionenstadt München an die Grenze der Belastbarkeit. "Lasst München nicht alleine", sagte Wilfried Blume-Beyerle, Chef des Kreisverwaltungsreferats. "Die Regierung von Oberbayern ist nicht in der Lage, ein bundesweites Lagezentrum zu ersetzen", sagte der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand.

+++ OB Reiter fordert "uneingeschränkte Solidarität aller Bundesländer" +++

Der Flüchtlingsansturm auf München scheint nicht abzureißen: Alleine am Sonntag rechnen die Behörden mit über 5200 Menschen, die am Hauptbahnhof ankommen sollen. OB Reiter fordert "uneingeschränkte Solidarität aller Bundesländer". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Keine Spenden mehr in Riem benötigt +++

Die Solidarität der Münchner ist weiter ungebrochen. Nach dem Aufruf der Polizei, dass noch Männerklamotten und Schuhe für die Flüchtlinge, die auf dem Messegelände in Riem untergebracht worden sind, benötigt würde, hatten freiwillige Helfer bereits nach eineinhalb Stunden so viele Sachen vorbeigebracht, dass nun genügend vorhanden ist.

+++ willkommen-in-muenchen.de -  Anlaufstelle für Helfer +++

So viele München wollen helfen! Die vielen Freiwilligen vor Ort haben darum gebeten, keine weiteren Spenden mehr an den Hauptbahnhof zu bringen. Auch helfende Hände seien genug vorhanden. Zusätzliche Menschen würden nur den geregelten Ablauf stören. Wer helfen will, kann sich stets aktuell informieren, wie das am besten geht. Mehrere Hilfsdienste haben die Internetseite willkommen-in-muenchen.de eingerichtet. Gegenwärtig kommen die Macher mit dem Bearbeiten der vielen Hilfsangebote allerdings kaum nach.

+++ Polizei bitte um Spenden in für die Flüchtlinge in Riem +++

+++ Flüchtlinge in Riem und im Luisengymnasium untergebracht +++

Die Behörden verteilen neuankommenden Flüchtlinge auf mehrere Einrichtung in der Stadt: eine in Grasbrunn bei München, eine andere wurde provisorisch auf dem Messegelände in Riem eingerichtet. Eine weitere gibt es nicht weit vom Hauptbahnhof in der Nähe der Donnersbergerbrücke. Offenbar wird seit Mittag auch die Turnhalle des Luisengymnasiums in der Maxvorstadt für die die Aufnahme von rund 500 Flüchtlingen vorbereitet. Innerhalb von 24 Stunden wollen die Menschen aber weiterverteilt werdeb, auch in andere bayerische Regionen und in andere Bundesländer.

+++ EU ringt weiter um Lösungen in Flüchtlings-Debatte +++

Während Tausenden Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa und vor allem Deutschland sind, ringt die EU in Brüssel weiter um eine politische Lösung der Flüchtlingssituation. In der Debatte über eine gerechtere Verteilung der Menschen gab es am Wochenende beim EU-Außenministertreffen in Luxemburg kaum Fortschritte. Vor allem osteuropäische EU-Mitgliedsländer wehren sich gegen verbindliche Regeln. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will am Mittwoch ein Konzept zur Verteilung von 120 000 weiteren Flüchtlingen auf EU-Staaten vorstellen.

+++ Polizei: Keine weiteren Spenden benötigt +++

Auch am Sonntag ist die Hilfsbereitschaft der Münchner enorm. Viele bringen Spenden in Form von Lebensmittel, Klamotten und Hygieneartikel zum Hauptbahnhof. Die Menge ist rechlich. Die Polizei bittet derzeit um keine weiteren Spenden.

+++ Um 10.45 Uhr erreicht ein weiterer Flüchtlingszug aus Salzburg den Hauptbahnhof +++

+++ Österreich bringt 1000 Flüchtlinge mit Bussen an deutsche Grenze +++

Rund 1000 Flüchtlinge aus Ungarn werden nach Angaben der österreichischen Polizei noch am Sonntag in Bussen vom Grenzort Nickelsdorf bis Salzburg an der Grenze zu Deutschland gebracht. Von dort sollen sie nach München weiterreisen. Für den Transport seien 20 Busse im Einsatz, sagte der stellvertretende Polizeidirektor des Burgenlandes, Christian Stella.

400 weitere Flüchtlinge würden von Nickelsdorf mit einem Sonderzug Richtung Deutschland reisen. Am Vormittag seien zunächst keine Flüchtlinge mehr aus Ungarn gekommen. Das könne sich rasch ändern. Der Sondereinsatz von Polizisten und Helfern in Nickelsdorf an der ungarisch-österreichischen Grenze werde deshalb zunächst fortgesetzt.

+++ Zusammenarbeit am Hbf funktioniert +++

Die Verantwortlichen in München sind auf die kommenden Flüchtlinge vorbereitet. Wie die Polizei am Morgen via Twitter mitteilt, läuft die Zusammenarbeit mit der Stadt, der Regierung von Oberbayern, der Bundespolizei sowie allen Helfern auch am Sonntag wieder einwandfrei.

+++ Drei neue Züge aus Salzburg bis Mittag erwartet +++

Bis zum späten Vormittag rechnet die Regierung von Oberbayern mit drei neuen Zügen aus Salzburg. Darin könnten bis zu 1200 geflüchtete Menschen sitzen, so eine Sprecherin am Sonntagmorgen. Rund 600 am frühen Morgen eingetroffene Flüchtlinge seien bereits per Zug nach Dortmund weitergebracht worden. Außerdem stünden bislang dreizehn Busse bereit, um sie in andere Bundesländer zu bringen: "Das muss jetzt eines der Hauptziele sein", sagte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern am Sonntag. Man befinde sich "in enger Abstimmung" mit den anderen Bundesländern, um die Menschen nach dem Königsteiner Schlüssel aufzuteilen und gegebenenfalls Züge von München direkt an andere Zielorte weiterzuleiten.

+++ 2000 neue Flüchtlinge über Nacht +++

In der Nacht auf Sonntag sind binnen weniger Minuten gleich drei Züge mit Flüchtlingen am Hauptbahnhof eingetroffen. Der Großteil der rund 2000 Menschen blieb aber nicht in München, sondern musste umsteigen. Hier erfahren Sie mehr.

+++ Exklusive Fotos: Erfassung an der Donnersbergerbrücke +++

Wie bereits zuvor geschrieben, erfolgt die Erfassung der Flüchtlinge nicht mehr am Hauptbahnhof, sondern nach einem völlig neuen Prozedere an der Donnersbergerbrücke (siehe unten). Nun haben wir exklusive Fotos von dem Prozedere erhalten, die Sie in unserer Fotostrecke finden.

+++ Münchner helfen vor Ort in Budapest +++

Diese tolle Geschichte erreichte uns eben per Mail:

Spontan haben sich in den letzten Tagen mehrere Helfer aus München auf den Weg nach Budapest gemacht um den Notleidenden vor Ort zu helfen.

Eine Gruppe hatte sich am Montag Abend spontan am Hauptbahnhof getroffen, um die Flüchtlinge mit einem Willkommenstransparent und Geschenken zu begrüßen. Als am Mittwoch klar wurde, dass kaum noch Flüchtlinge durch kommen und sehr viele Freiwillige am Hauptbahnhof mit anpacken wollte, beschloss die Gruppe, Hilfe nach Ungarn weiter zu leiten.

Inzwischen ist eine Hebamme zusammen mit einer Ärztin vor Ort, um Schwangere, junge Mütter und Babys medizinisch zu versorgen. Momentan finanzieren die neun Aktiven alles selber.

Nikolaus Hoenning, einer der Mitinitiatoren meint dazu: „Die Angebote uns mit Babynahrung, medizinischen Artikeln und Geldspenden zu unterstützen ist enorm. Wir werden die Tage nutzen, um mit einer gemeinnützigen Stiftung die Arbeit so zu organisieren, dass auch Spendenquittungen für Firmen ausgegeben werden können.“

+++ Spontanbesuch vom Kardinal +++

Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising sowie Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat den Hauptbahnhof spontan aufgesucht, um den Helfern zu danken. Seine eindringliche Botschaft: "Niemand darf an den Grenzen Europas ersticken oder ertrinken!"

+++ Applaus für Neuankömmlinge +++

Der nächste Zuga hat München erreicht - und der Empfang war beeindruckend. Die anwesenden Münchner haben den ankommenden Flüchtlingen applaudiert und sie willkommen geheißen. Die Geste wurde von den Flüchtlingen begeistert aufgenommen.

+++ Nicht alle Züge fahren zum Hauptbahnhof +++

Inzwischen ist man dazu übergegangen, nicht mehr alle Züge zum Hauptbahnhof fahren zu lassen. Stattdessen werden einige Züge zum Ostbahnhof umgeleitet.

Von dort geht die Reise dann weiter in andere bayerische Städte oder in benachbarte Bundesländer wie beispielsweise Thüringen. Das erklärte die Grünen-Politikerin Margarete Bause gegenüber der AZ.

+++ Hasselbach verliert Manuskript und Fassung +++

Verrückter Zwischenfall bei der rechten Kundgebung: Während Philipp Hasselbach seine Rede hielt, wurde ihm das Manuskript aus der Hand geweht. Der Wind trug den Zettel direkt in die Gruppe der Gegendemonstranten. Als er sich das Manuskript zurückholen will, kommt es zu tumultartigen Szenen. Angeblich soll er versucht haben, den Zettel einem Gegendemonstranten zu entreißen, seine Freundin soll den Mann getreten haben. Die Polizei hat die Streitenden schließlich getrennt.

Im Anschluss an den Zwischenfall zogen Hasselbach und Begleiter dann wieder ab. Passender Weise in einem japanischen Auto.

+++ "Die Rechte" demonstriert vor Bahnhof +++

Ein eher trauriges Grüppchen aus fünf Rechtsradikalen, darunter der mehrfach vorbestrafte Philipp Hasselbach, hat seine Kundgebung vor dem Bahnhofseingang begonnen.

Was sie zu sagen haben, lässt sich Dank lautem Pfeifkonzert und Buh-Rufen der 150 bis 200 Gegendemonstranten und Passanten zum Glück nicht verstehen.

Man darf also hoffen, dass der Spuk schnell vorbei ist und die Rechten ebenso unrühmlich wieder abziehen, wie zuletzt in Pasing oder im Königlichen Hirschgarten.

+++ Weniger Flüchtlinge im Zug, als erwartet +++

Der Sonderzug hatte weniger Flüchtlinge an Bord als zunächst gedacht. Entgegen den früheren Annahmen der Behörden kamen nicht 450 Migranten, sondern etwa 200 bis 250 in München an. Diese Zahl nannte ein Sprecher der Bundespolizei.

+++ So läuft die Erfassung ab +++

Für den heutigen Tag hat die Polizei das Prozedere bei der Erfassung der Flüchtlinge etwas geändert: Die Neuankömmlinge werden nicht mehr direkt am Hauptbahnhof registriert, sondern an der Donnersbergerbrücke.

Nach der Ankunft in München steigen die Flüchtlinge direkt in eine Sonder-S-Bahn um, die sie dorthin bringt. In einer alten Halle der Bahn findet dann die Erfassung statt. In der Halle ist Platz für rund 1.300 Leute, der "Starnberger Bahnhof" hingegen wäre für so viele Personen nicht ausgelegt.

Danach erfolgt die Verteilung auf Aufnahmeeinrichtungen, teilweise auch außerhalb Bayerns.

+++ Flüchtlinge werden auf zwei Erstaufnahme-Einrichtungen verteilt +++

Die Flüchtlinge sollen zunächst auf zwei Einrichtungen verteilt werden: Eine in Grasbrunn bei München, eine andere wurde provisorisch auf dem Münchner Messegelände eingerichtet. Innerhalb von 24 Stunden sollen die Menschen aber weiterverteilt werden, unter anderem auch in andere Bundesländer.

+++ "Welcome to Munich!" +++

Mit dieser Lautsprecherdurchsage wurden die Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof begrüßt.

+++ Zweiter Zug kommt in München an +++

Mit rund einer Stunde Verspätung fährt nun der zweite Sonderzug aus Salzburg in München ein. Die Flüchtlinge werden danach wie gewohnt erfasst und erstversorgt.

+++ Zweiter Zug noch in Salzburg +++

Laut Polizei steht der zweite Zug, der um 12 Uhr in München ankommen sollte, derzeit noch in Salzburg. Sobal er dort abfährt, geht es dann ohne Zwischenhalt nach München.

+++ "Die Rechte" will vor Hauptbahnhof demonstrieren +++

Als München am Dienstag rund 2.000 Flüchtlingen einen tollen Empfang bereitete, wurde die "Weltstadt mit Herz" international gelobt. Heute könnte das Bild etwas getrübt werden: Die rechtsradikale Partei "Die Rechte" will heute an mehreren Stationen in München demonstrieren. Unter anderem auch gegen 14 Uhr am Hauptbahnhof.

+++ Zweiter Zug verspätet sich +++

Der zweite Zug mit Flüchtlingen aus Ungarn verspätet sich. Ursprünglich sollte er gegen 12 Uhr eintreffen, nun ist eher von 13 Uhr die Rede.

An Bord sollen sich laut österreichischen Angaben rund 400 bis 500 Flüchtlinge befinden. Wie die Bundespolizei gegenüber der AZ sagte, lagen die tatsächlichen Zahlen bislang allerdings immer eher an der unteren Grenze der vorab gemeldeten Zahlen.

+++ Zweiter Marsch zur österreichischen Grenze +++

Offenbar haben sich erneut hunderte Flüchtlinge zu Fuß vom Budapester Hauptbahnhof auf den Weg zur österreichischen Grenze gemacht.

Vermutlich ist der Marsch eine Reaktion auf die Ankündigung der ungarischen Regierung, keine Busse mehr einzusetzen.

+++ So können Sie effektiv helfen +++

Aus gegebenem Anlass noch einmal der Hinweis: Die Helfer vor Ort bitten daraum, keine weiteren Spenden an den Hauptbahnhof zu bringen. Auch helfende Hände sind genug vorhanden. Zusätzliche personen würden aktuell nur den geregelten Ablauf stören. Wer helfen will, kann sich stets aktuell unter willkommen-in-muenchen.de informieren!

+++ Keine Busse aus Ungarn mehr? +++

Die ungarische Politik bleibt unberechenbar: Laut ORF hat ein Regierungssprecher erklärt, dass man keine weiteren Bustransfers von Flüchtlingen an die Österreichische Grenze organisieren werde. Das sei eine einmalige Aktion gewesen.

+++ Flüchtlinge werden auf Unterkünfte verteilt +++

Nach der ersten Erfassung werden die Flüchtlinge nun auf Unterkünfte verteilt. Für die bislang in München eingetroffenen Flüchtlinge geht es dabei wohl zur Unterkunft in der Maria-Probst-Straße, sagte ein Bundespolizist.

Allerdings stellt die aktuelle Prognose von rund 8.000 ankommenden Flüchtlingen in dieser Beziehung noch immer eine Herausforderung dar. Aktuell organisiert die Regierung von Oberbayern zusätzliche Notunterkünfte, damit heute Nacht jeder ein Dach über dem Kopf hat.

+++ Verstärkung für die Bundespolizei +++

Derzeit sind am Hauptbahnhof rund 50 Bundespolizisten im Einsatz. Gegen 14:30 werden die Beamten dann durch Kollegen aus Frankfurt verstärkt. Von dort ist eine Hundertschaft auf dem Weg.

+++ Straßensperrung +++

+++ Erste offizielle Zahlen vom Hauptbahnhof +++

Gegenüber der AZ hat die Polizei jetzt erste offizielle Zahlen genannt. Demnach saßen in dem Zug, der gegen 10:30 Uhr ankam, 167 Flüchtlinge. Bislang sind heute 346 Flüchtlinge am hauptbahnhof München registriert worden.

In dem Zug, der um 12 Uhr in München ankommen soll, erwartet die Polizei rund 400 bis 500 Flüchtlinge.

+++ Polizei und Helfer bleiben gelassen +++

"Wir sind darauf eingestellt, dass mit den dutzenden Zügen jeweils eine dreistellige Anzahl mit neuen Migranten ankommt", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Züge werden ungefähr mit jeweils zwei Stunden Abstand zueinander eintreffen, was die Organisation etwas vereinfacht. Die Bundespolizei bleibt daher gelassen: "Wir haben eine gute Personaldecke, um den heutigen Tag zu bewältigen."

+++ Nächster Zug gegen 12 Uhr erwartet +++

Nach AZ-Informationen  saßen in dem ersten Zug rund 180 Flüchtlinge, gegen 12:00 Uhr wird dann der nächste Zug erwartet.

Nach ihrer Ankunft werden die Flüchtlinge auch kurz untersucht. Gesunde Personen bekommen anschließend ein grünes Armband, kranke ein rotes.

+++ Rund 50 Helfer +++

Aktuell sind rund 50 ehrenamtliche Helfer am Hauptbahnhof im Einsatz, die Essen, Kleidung und Hygienegegenstände an die ankommenden Flüchtlinge verteilen.

+++ Polizei erhöht Prognose deutlich +++

Unterdessen hat die Polizei, nachdem die Lage in Österreich etwas übersichtlicher wird, ihre ursprüngliche Prognose deutlich nach oben korrigiert: Gegenüber dem BR sagte man, dass man inzwischen von rund 8.000 Flüchtlingen ausgehe, die heute in München eintreffen.

+++ Zug in München angekommen +++

Der Zug aus Wien ist in München angekommen. Derzeit werden die Flüchtlinge von der Polizei erfasst und von den Helfern versorgt. Das passiert, wie auch in den Tagen zuvor, im "Starnberger Bahnhof", also etwas abseits der Hauptgleise. Anschließend werden die Flüchtlinge wohl mit Bussen auf die diversen Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt.

+++ Erster Zug in München um 10:30 erwartet +++

Aus Wien ist derzeit ein Zug mit Flüchtlingen unterwegs zum Münchner Hauptbahnhof. Es handelt es um den Railjet RJ260, der Wie Westbahnhof um 06:30 Uhr verlassen hat und Planmäßig um 10:25 Uhr in München ankommen soll. Aktuell hat er eine Verspätung von rund vier Minuten.

+++ Regierung: Rund 2.000 Flüchtlinge in München erwartet +++

Die Regierung von Oberbayern geht aktuell davon aus, dass im lauf des Samstags rund 1.500 bis 2.000 Flüchtlinge aus Ungarn am Münchner Hauptbahnhof eintreffen werden.

Diese Größenordnung konnte von Polizei udn freiwilligen Helfern am vergangenen Dienstag souverän bewältigt werden.

+++ Warmer Empfang in Wien +++

Einige Flüchtlinge sind auf anderen Wegen unterdessen bis nach Wien gekommen. Dort wurden sie herzlich empfangen, Augenzeugen berichteten von Applaus und einer großen Spendenbereitschaft.

Offenbar sind die Helfer gut organisiert, weitere Unterstützung wäre laut Aufrufen bei Twitter aber dennoch hilfreich.

+++ Österreich erwartet 10.000 Flüchtlinge +++

Die österreichische Polizei rechnet mit bis zu 10.000 Flüchtlingen, die im Laufe des Samstags von Ungarn aus über die Grenze kommen könnten. In den frühen Morgenstunden seien bereits 4.000 Menschen zu Fuß über die Grenze gekommen, sagte Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil in dem Grenzort.

+++ Erster Sonderzug Richtung Salzburg unterwegs +++

Ein erster Sonderzug mit rund 400 Flüchtlingen an Board ist am Grenzort Nickelsdorf abgefahren. Der Zug werde nach Salzburg fahren, sagte die Sprecherin der österreichischen Bundesbahn, Sonja Horner, der Deutschen Presse-Agentur. Dort werde es eine Erstversorgung geben.

Viele der Flüchtlinge hatten schon in Ungarn bekundet, dass ihr Ziel Deutschland ist. Bisher seien etwa 3000 Flüchtlinge aus Ungarn in Nickelsdorf eingetroffen, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei.

Horner betonte, es sei zurzeit noch nicht klar, wie viele Sonderzüge die ÖBB noch bereitstellen werde. «Die Planung läuft gerade», sagte sie. Zudem sollten reguläre Züge, die sonst nicht in Nickelsdorf halten, dort stoppen, um auch Flüchtlinge aufzunehmen.

+++ Österreich richtet sich auf Flüchtlingsstrom ein +++

"Ich stehe direkt an der Grenze zu Ungarn und schaue hinunter. Die Ströme, die raufkommen, die reißen derzeit nicht ab", zitiert die Nachrichtenagentur APA den Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. "Wir warten auf 17, 18 Doppelstockbusse, dass wir Leute weiterverbringen können nach Wien, vielleicht auch noch Richtung Deutschland."