Kurioser Einsatz in Fürstenried Knallende Sektkorken und Blutspur lösen Polizei-Großeinsatz aus

Die Polizei ging vom Schlimmsten aus - doch Straftaten lagen nicht vor. (Symbolbild) Foto: imago/Die Videomanufaktur

Anwohner meldeten Schüsse, auch eine Blutspur wurde gesehen: Die Polizei musste am Donnerstag vom Schlimmsten ausgehen - und wurde positiv überrascht.

 

München - Die Alarmierung klang dramatisch: Gegen 21.40 Uhr hatte sich Nachbarn und Anwohner bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass in einem Wohnhaus in Fürstenried Schüsse zu hören waren. Zudem sei im Hausflur eine Blutspur zu sehen.

Die Polizei schickte sofort mehrere Streifen zu dem Haus, auch Kräfte der Einsatzhundertschaft wurden alarmiert. War hier ein Verbrechen geschehen? Mitnichten! Im Haus ergab sich für die Beamten dann schnell ein anderes Bild.

Knallende Korken und ein Sturz beim Tanzen

Wie sich herausstellte, wurde in einer Wohnung die Geburt eines Kindes gefeiert. Zu diesem Zwecke hatte ein Beteiligter ein Tischfeuerwerk gezündet und Sektflaschen geöffnet. Das Ploppen der Korken und die harmlose Pyrotechnik wurden wohl als Schussgeräusche aufgefasst.

Wie aber erklärte sich die Blutspur? Nun: Beim Tanzen war einer der Gäste laut Polizei gestürzt und hatte sich an einer Glastür verletzt. Hierdurch entstanden die Blutspritzer im Gang. In der Wohnung hatten die anderen Gäste die Wunde versorgt und den Unglücksraben bereits vor dem Eintreffen der Polizei in die Notaufnahme gefahren.

"Es stellte es sich heraus, dass es zu keiner Zeit zu Straftaten kam oder eine Gefahr bestand", schreibt die Polizei dazu recht nüchtern in ihrem Bericht.

 

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