Kurioser Schlafplatz Betrunkener schläft Rausch im Luise-Kiesselbach-Tunnel aus

Nicht unbedingt der gemütlichste Schlafplatz. Foto: dpa

Zwei völlig betrunkene Männer haben sich nachts auf Münchens Straßen ziemlich skurrile Schlafplätze ausgesucht - ein dritter kippte einfach vom Radl.

 

München - Alkohol und Straßenverkehr, das sind zwei Dinge, die sich so überhaupt nicht vertragen. Zum Kater kommt bei drei trinkfreudigen Herrschaften jetzt noch jede Menge Ärger mit der Justiz und ein längeres Fahrverbot.

Der demolierte Motorroller eines Münchners lag am Mittwochabend an einer Wand im Luise-Kiesselbach-Tunnel, der Fahrer gleich daneben."Da schläft einer auf der Fahrbahn seinen Rausch aus", informierte ein Autofahrer gegen 23.15 Uhr die Einsatzzentrale der Polizei. Eine Streife holte den betrunkenen Rollerfahrer ab.

Wie es zu dem Nickerchen am Mittleren Ring mitten im Tunnel kam, zeigt das Video einer Überwachungskamera. Der 27-Jährige fuhr betrunken in Schlangenlinien durch den Tunnel, bis er schließlich das Gleichgewicht verlor, stürzte und einfach liegenblieb.

Fahrer schläft bei laufendem Motor in Mercedes ein

Deutlich bequemer hat da ein paar Stunden später ein 29-Jähriger seinen Rausch ausgeschlafen. Er feierte in einem Sex-Club in der Landsberger Straße. Am Donnerstag gegen 2.30 Uhr setzte er sich ans Steuer seines Mercedes. Ganze 30 Meter kam der Elektriker mit seiner C-Klasse. Dann übermannte ihn die Müdigkeit und er schlief ein. Passanten verständigten die Polizei.

Als die eintraf, schlummerte der 27-Jährige noch immer friedlich in seinem Benz, der Motor lief und auch die Scheinwerfer brannten. Ein Alkoholtest bei ihm ergab einen Wert von fast zwei Promille.

Radfahrer kippt in Glockenbachviertel um

Auch als Radlfahrer sollte man vorsichtig sein und das Rad lieber stehenlassen, wenn der Abend feuchtfröhlich geendet hat.

Ein 53-jähriger Manager aus München radelte am Mittwochabend durch die Palmstraße im Glockenbachviertel.

Dort fiel er gegen 22.15 Uhr laut Zeugenaussagen um wie ein gefällter Baum und blieb dann auf der Fahrbahn liegen.

Passanten verständigten Polizei und den Rettungsdienst, die den betrunkenen Radler aufsammelten. Ein Alkoholtest ergab satte 2,8 Promille im Blut. Ein extrem hoher Wert, der dem Manager noch in einigen Monaten üble Kopfschmerzen verursachen wird. Er wurde zwar nicht am Steuer eines Autos erwischt. Trotzdem ist sein Führerschein futsch.

Was viele vergessen: Auch für Radler gilt eine Promillegrenze. Ab einem Wert von 1,6 sind auch sie ihren Schein los. Nur wer sein Radl schiebt, kommt ungeschoren davon.

 

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