Kundgebung auf der Inntal-Autobahn 1000 Teilnehmer bei Demo gegen Ösi-Pickerl

Kunterbunte Demo mitten auf der - gesperrten - Inntal-Autobahn. Foto: Rudolf Huber

Die Kiefersfeldener und ihre Nachbarn diesseits und jenseits der Genze sind stocksauer auf die österreichische Regierung. Für ihre Demo wurde die Autobahn dicht gemacht.

 

Kiefersfelden - Ein kleines Plakat war es, das den Protest und den geballten Unmut am  besten auf den Punkt brachte. "Nein" stand drauf. Sonst nichts.

Nein zur neuen Regelung, dass Benutzer der Inntalautobahn seit Sonntag ab dem ersten Meter in Österreich Maut zahlen müssen. Bisher wurde erst ab Kufstein Süd kontrolliert.

Die Anwohner der grenznahen Ortschaften befürchten jetzt eine wahre Lawine von Mautflüchtlingen, vor allem am Wochenende also kilometerlange Staus und dicke Luft.

Deshalb hatte ein Aktionsbündnis zur Demo auf der Autobahn aufgerufen - auf beiden Seiten. Die bayerischen Demonstratnten kamen in Scharen - die Polizei schätzte ihre Zahl auf rund 1000.

Ein bunter Haufen machte sich auf den mehrere hundert Meter langen Spaziergang auf der gesperrten Autobahn. Alte und Junge, mit Kinderwagen und Fahrrädern.

Allen voran Organisator Roland Schmidt, ein Polizeibeamter. Dazu die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, der Rosenheimer Landrat Josef Neiderhell, zwei Landtagsabgeordnete und Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig.

In den Ansprachen wurde massiv die "arrogante Politik aus Wien" kritisiert. Das sei "eine Riesen-Sauerei".

Schmidt kündigte den Gang vor den Europäischen Gerichtshof an. Schließlich hätten die deutschen Steuerzahlen mit zehn  Millionen Euro einen erheblichen Teil der Autobahntrasse finanziert, für die die österreichische Asfinag jetzt Maut verlange. Das sei ein Verstoß gegen die Staatssouveränität.

Laut Polizei kam es zu keinen nennenswerten Behinderungen. Der Verkehr über die Umleitungsstrecken lief einigermaßen reibungslos.

 

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