Kritik an DFB-Angreifer ZDF-Kahn: "Gomez stand verloren auf dem Platz"

Bundestrainer Joachim Löw brachte Mario Gomez in der 72. Minute für Julian Draxler. Foto: dpa

ZDF-Experte Oliver Kahn ließ kein gutes Haar an Mario Gomez. Die echte Neun kam beim deutschen 0:0 gegen Polen in der zweiten Halbzeit ins Spiel - und verzeichnete keine einzige Torchance. Was nicht nur an ihm lag.

 

München - Der frühere Bayern-Keeper Oliver Kahn hat sich nach dem 0:0 der deutschen Nationalelf gegen Polen Stoßstürmer Mario Gomez vorgeknöpft - und den Torjäger von Besiktas Istanbul scharf kritisiert.

"Ich dachte, mit Gomez ändern sich die Dinge etwas, der Gegner muss sich auf etwas Neues einstellen. Aber seine Einwechslung hat null gebracht. Er stand verloren auf dem Platz", sagte Oliver Kahn im ZDF. Und "Mit ihm wirst du kaum Kombinationsfußball spielen können."

Der ZDF-Experte stellte aber auch fest, dass es in der deutschen Offensive insgesamt nicht wirkjlich rund lief: "Es kamen weder Flanken von rechts noch von links. Wenn man ihn bringt, müssen die Spieler auch den Plan B umsetzen. Wenn ich Gomez bringe, dann sollte ich ihm vielleicht auch ein paar Bälle auf die Birne hauen." Im Grunde sei "dieses ewige Kombinationsspiel" nicht das Spiel von Mario Gomez.

Gomez war in der 72. Minute für Julian Draxler ins eSpiel gekommen. Schon bei der EM 2012 ereilte ihn heftige Kritik. Damals mutmaßte ARD-Experte Mehmet Scholl bitterböse, Gomez habe sich "wund gelegen", weil er sich so wenig bewegt hatte.

 

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