Kompromisslösung gefunden Kletterhalle Thalkirchen: Der Neubau kann wohl kommen

Die Kletterhalle des DAV in München-Thalkirchen Foto: imago images/Westermann

Der Neubau der Kletterhalle in Thalkirchen scheint nun doch möglich. Nach langwierigen Verhandlung scheinen sich Stadt und der Alpenverein einig geworden zu sein.

 

Sendling - Es zeichnet sich ein Durchbruch beim geplanten Neubau der Kletterhalle in Thalkrichen ab. Nach mehreren und langwierigen Verhandlungen scheinen die Lokalbaukommission und der Deutsche Alpenverein (DAV) eine Kompromisslösung gefunden zu haben. Das geht aus einem Bericht des Münchner Rathauses hervor.

Der DAV hatte einen Vorschlag vorgelegt, der zumindest aus Sicht des Münchner Referats für Stadtplanung und Bauordnung eine gute Grundlage für eine Einigung bietet: Die bisherige Außenkletteranlage des DAV soll durch eine neue Halle ersetzt werden. Der Neubau ist für den sogenannten Bouldersport, das Klettern ohne Seil, vorgesehen.

Kompromiss für Kletterhalle

Um den Bau zu verwirklichen, musste zuvor jedoch ein Kompromiss gefunden werden, da Anwohner Probleme mit vermehrtem Parksuchverkehr befürchteten und ein Eingriff in den Grünbestand im Umfeld der Halle vermutet wurde. Das wurde nun ausgeschlossen. Ein neues Mobilitätskonzept soll zudem sicherstellen, dass durch die Erweiterung der Kletterhalle nach Rathaus-Angaben keine "Mehrverkehre in der Nachbarschaft" zu befürchten sind.

Die Münchner SPD hatte sich zuletzt für die neue Planung des DAV eingesetzt. "Wir freuen uns, dass die gemeinsame Lösung, bei der Stadtverwaltung positiv gesehen wird", freut sich SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl über den Kompromiss. Der neue Plan für die Kletterhalle soll auf Wunsch von OB Dieter Reiter schnellstmöglich zur Abstimmung in den Bezirksausschuss. Dann kann über den Bau der Halle in Thalkirchen final entschieden werden.

Zoff wegen DAV-Kletterhallen

In der Vergangenheit gab es immer wieder Zoff wegen Kletterhallen des DAV. Die zentrale Frage, die Gegenstand der Kritik ist: Sind Kletterhallen des Deutschen Alpenvereins gemeinnützig oder nicht? Das nach DAV-Angaben größte Kletterzentrum der Welt in Thalkrichen wird nicht vom Alpenverein selbst betrieben. Mehrere DAV-Sektionen haben dafür einst einen eigenen Trägerverein gegründet.

 

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