Kommunen Maly wird Chef der bayerischen Städte

Von seinem Schreibtisch im Nürnberger Rathaus aus wird OB Ulrich Maly bald auch für die Interessen aller bayerischen Städte kämpfen. Foto: Stadt Nürnberg

NÜRNBERG Die offizielle Wahl ist zwar erst im Juli, doch der Ausgang steht fest: Nürnbergs OB Ulrich Maly (SPD) wird Hans Schaidinger (CSU) an der Spitze des Bayerischen Städtetags beerben. Darauf verständigte sich die bayerische SPD, die das Vorschlagsrecht für die Nachfolge hat. Damit kann Maly aber Ambitionen auf den Chefposten beim Deutschen Städtetag begraben.
„Ich freue mich auf die Aufgabe. Nachdem meine Frau es mir erlaubt hat, mache ich es”, sagte Maly zur AZ. Den Posten der an der Sitze des bayerischen Städtetags soll Maly im im Sommer übernehmen – gewählt wird am 20. und 21. Juli in Bad Reichenhall. Die Amtszeit dauert dann bis 2014. Der Bayerische Städtetag vertritt die Interessen von Städten und Gemeinden. Ihm gehören 271 Städte und Gemeinden mit insgesamt 6,7 Millionen Einwohnern an.

 


„Ulrich Maly vertritt wie kein anderer die Interessen der bayerischen Städte. Auf europäischer Ebene konnte er den Kommunen bereits Gehör verschaffen. Jetzt ist es Zeit, ihre Interessen bei der bayerischen Staatsregierung zur Geltung bringen”, so Nürnbergs SPD-Chef Christian Vogel.
Maly war Favorit des SPD-Landesvorstands – doch gab es auch andere SPD-Kommunalpolitiker, die in Frage gekommen wären. Dazu zählte der Memminger OB Ivo Holzinger, der Vorsitzender der SPD-Mitglieder im Städtetag ist. Die SPD-Gruppe verständigte sich bei einem internen Treffen gestern auf Malys Kandidatur. „Es hätte für dieses anspruchsvolle Amt keinen besseren Kandidaten geben können”, erklärte SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen nach der Kür Malys. Der Nürnberger OB kenne aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Herausforderungen der Kommunen „bis ins Mark”.
 

Maly war in den vergangenen Wochen auch als Kandidat für den Chefposten beim Deutschen Städtetag im Gespräch. Derzeit deutet aber dort alles auf eine neuerliche Wahl von Malys Parteifreund hin, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.

mir/dpa

 

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