Kommunalwahl Münchens letzte Wähler

Das Bürgerbüro im Kreisverwaltungsreferat (KVR): Nur wer sich hier bis Ablauf der Frist angemeldet hat, darf an der Kommunalwahl im März teilnehmen. Foto: Daniel von Loeper

Nur wer bis heute Mittag in München gemeldet ist, darf im März zur Kommunalwahl gehen. Warum die Wahl wichtig ist und wie man den richtigen Kandidaten für sich findet

München - Heute Mittag ist Schluss. Um Punkt 12 Uhr wird das Bürgerbüro im Kreisverwaltungsreferat (KVR) zumachen. Klar, es wird morgen in der Früh wieder geöffnet sein. Aber dieser Donnerstag ist ein besonderer Termin: Es ist die letzte Gelegenheit für Zugezogene, pünktlich zur Wahl Münchner zu werden.

Nur wer heute, genau zwei Monate vor der Kommunalwahl am 16 März, Bürger der Stadt ist, darf mitwählen und damit nicht nur die künftige Stadtpolitik, sondern auch einen neuen Oberbürgermeister bestimmen. So will es das Kommunalwahlrecht Bayerns. Wer gerade nach München zieht und im Frühjahr mitwählen will, sollte diese Frist nicht verpassen. Ausnahmen gibt es nämlich keine.

Die Zeit, die ein bayerischer Bürger in einem Wahlkreis gemeldet sein muss, um wahlberechtigt zu sein, wurde erst letztes Jahr von drei auf zwei Monate verkürzt. Aber warum gibt es diese Frist überhaupt?

„Damit wird Kommunalwahltourismus verhindert, also dass Leute sich kurzfristig in einer Stadt anmelden, um das Wahlergebnis zu beeinflussen und dann zur nächsten Stadt weiterziehen“, sagt Bernhard Goodwin von der überparteilichen Initiative „Ich wähle mit“, die für Wahlbeteiligung wirbt. Außerdem sorge die Frist dafür, dass die Wahlberechtigen zuvor eine gewisse Zeit hatten, sich über die Stadt, ihre Probleme und ihre Politik zu informieren.

„Schließlich ist die Kommunalwahl sehr wichtig. Hier kann man die Politik direkt vor seiner eigenen Haustür bestimmen.“ Für die Wahlentscheidung gibt Bernhard Goodwin folgende Tipps: „Schauen Sie, wer Ihnen ähnlich ist!“ Wer Kandidaten aus seiner Nachbarschaft wählt, bekomme Politik für sein Stadtviertel.

„Das gleiche ist es mit der Berufsgruppe: Wählen Sie nicht nach Status, sondern überlegen Sie sich, wer für Ihre Interessen eintritt!“

Wer nicht wisse, was Politiker vertreten, solle sie einfach fragen. „Es ist Wahlkampf: Die Kandidaten wollen, dass man sie anspricht.“ Gelegenheit gibt es bei den zahlreichen Wahlkampfaufritten derzeit genug.

 

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