Kommt er gar nicht mehr? Panne im Stadtrat: Der Klenzesteg fliegt raus

Der Klenzesteg: Einer von zwei Gewinner-Entwürfen. Foto: Visualisierung: Stadt

Kommt die Querung, die die Untere Au mit der Isarvorstadt verbinden soll, gar nicht mehr?

 

Au/Isarvorstadt - Für Stadtrat Paul Bickelbacher (Grüne) werden schlimme Vermutungen Realität. Schon Anfang der Woche kritisierte er, dass der Klenzesteg, der zu den 123 Querungen für Radler und Fußgänger gehört, die die Stadt langfristig umsetzen will, hinten ansteht. "Die CSU wollte die Brücke nie, die SPD nur halbherzig", sagt der Stadtrat über den Steg zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke.

Beim Bauausschuss standen die Querungen nun auf der Tagesordnung. Der Plan der Grünen, den Klenzesteg auf die Liste der Projekte zu befördern, die mit höchster Priorität umgesetzt werden, ging nicht auf: Denn jetzt, so Bickelbacher zur AZ, sei der Klenzesteg komplett von der Liste geflogen – nach einem Antrag der CSU!

Wird der Klenzesteg nun ein Radlschnellweg?

Eigentlich sei die Absicht eine ganz andere gewesen, so ein CSU-Sprecher zur AZ. Nach einem Sinneswandel innerhalb der Fraktion wollte man jetzt sogar prüfen lassen, ob der Klenzesteg als Radlschnellweg über die Isar geplant werden könne.

Die Mehrheit der Stadträte stimmte diesem CSU-Antrag zu. Allerdings stand dort auch, dass der Klenzesteg zunächst aus dem Antragspaket herausgenommen wird. Wann und in welcher Form die Querung kommen wird, ist also nach dem Abstimmungs-Fiasko ungewisser denn je.

 

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