Kommt der DFB-Star nach München? FC Bayern: Taktik-Experte über Leroy Sané - "Wie Franck Ribéry in besten Jahren"

Gemeinsam für Deutschland: Serge Gnabry (li.) und Leroy Sané. Foto: imago/Team 2

Was zeichnet den Spielstil von Lery Sané aus? Und passt dieser zum FC Bayern? Die AZ hat sich mit Taktik-Experte Constantin Eckner unterhalten.

 

München - Ob Robert Lewandowski den Wechsel von Leroy Sané mit diesem Satz (aus Versehen) angedeutet hat? "Die Bayern-Spieler freuen sich sehr über einen möglichen Sane-Transfer. Aber wir müssen abwarten und schauen, was sich ergibt", sagte der polnische Superstar bei einem PR-Termin dem Fußball-Portal "Goal".

Kommt Leroy Sané zum FC Bayern?

Der 23-jährige Angreifer hat sich offenbar noch nicht entschieden, ob er Manchester City verlassen und sich den Münchnern anschließen will. Ins taktische Konzept der Bayern und die künftige taktische Ausrichtung würde der deutsche Nationalspieler zumindest perfekt passen. Das meint Taktik-Experte Constantin Eckner im Gespräch mit der AZ - und erklärt warum.

"Die Bayern spielen seit Jahren vor allem über die Flügel. Das war schon unter Carlo Ancelotti so und ist jetzt unter Niko Kovac wieder so. Mit Sané hätten die Bayern einen, der zwei Komponenten mitbringt: Er ist sehr dribbelstark im Eins-gegen-eins, bringt aber auch sehr viel Tempo mit", sagt Eckner und meint: "Er würde sehr gut ins Spiel der Bayern passen."

Experte: Leroy Sané "glänzt im Eins-gegen-eins"

Laut dem Experten vom Fachportal "spielverlagerung.de" glänze Sané insbesondere dann, "wenn er auf den Flügeln in Szene gesetzt wird und ins Eins-gegen-eins gehen kann. Die Bayern suchen ganz explizit jemanden, der zu ihrem Flügelspiel passt, einen, der zur Grundlinie durchbricht oder den Torabschluss sucht", sagt er und meint: "Sané wäre prädestiniert dafür, weil er genauso wie Gnabry den Weg zum Tor sucht. Wie Franck Ribéry in seinen besten Jahren."

Sané könne seine Stärken besonders dann einbringen, wenn mit Diagonalbällen gespielt werde und der Tempodribbler so mehr Platz für seine Aktionen bekomme, erklärt Eckner weiter. "Sané ist am besten, wenn er viel Platz hat und sozusagen isoliert ins Eins-gegen-eins gehen kann, weniger, wenn viel um ihn herum passiert", erzählt er. "Das funktioniert am besten, wenn die Aufmerksamkeit des Gegners von ihm weggezogen wird und Diagonalbälle kommen. Von Joshua Kimmich kommen beim FC Bayern zum Beispiel oft solche Diagonalbälle."

"Mit Sané hätten die Bayern drei Tempostürmer"

Mit Sané hätten die Bayern drei Tempostürmer, die schnell und, insbesondere Coman und Sané, stark im Eins-gegen-eins seien, meint er und nennt einen weiteren Vorteil: "Alle drei können über beide Seiten spielen. Niko Kovac könnte hin und her wechseln, wie er möchte. Er könnte auch mal während des Spiels die Seiten wechseln lassen. Wenn man immer wieder wechselt, müssen sich die Außenverteidigungen permanent umstellen."

Weil der junge ManCity-Star im DFB-Team schon mit Kimmich, Gnabry sowie Leon Goretzka zusammenspiele, "gäbe es wenig Eingewöhnungszeit", glaubt Eckner, das taktische Verständnis könnte schnell greifen: "Die Umstellung würde bei Sané reibungslos funktionieren." Geht es nach Eckner, hat der FC Bayern in diesem Transfersommer nur eine Wahl: Die kolportiert mehr als 100 Millionen Euro Ablöse für den Ex-Schalker auszugeben. 

 

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