Kolumnist in New York Times "Deutschland am Abgrund - Angela Merkel muss gehen"

Angela Merkel: Die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin nimmt zu - jetzt kommt sie auch aus den USA. Foto: dpa

Gerade einmal ein paar Wochen ist es her, dass das Time Magazin Angela Merkel zur Person des Jahres gekürt hat. Jetzt übt ein anderes US-Leitmedium ungewöhnlich scharfe Kritik an der Bundeskanzlerin, legt dieser sogar einen Rückritt nahe.

 

New York "Germany on the Brink“ („Deutschland am Rande des Abgrunds“) - so lautet die Überschrift über einen Gastkommentar, den der als konservativ geltende Kolumnist Ross Douthat am Sonntag für die New York Times geschrieben hat. In dem Artikel fordert Douthat in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nicht weniger als den Rücktritt der Bundeskanzlerin.

Douthat schreibt in seiner Kolumne, die ausdrücklich nicht die Meinung der Zeitung widergibt, unter Bezugnahme auf die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln etwa: Die Behörden hätten die Angriffe zunächst heruntergespielt, weil diese unbequem für "Angela Merkels Politik eines Massenasyls für Flüchtlinge"  seien. Die deutsche Regierung sei stärker besorgt um die Überwachung besorgter Einheimischer als mit der Überwachung der Zuwanderung.

Zum generellen Umgang Deutschlands mit der Flüchtlingskrise schreibt der Autor wörtlich: "Wer glaubt, dass eine alternde, säkularisierte, bislang weitgehend homogene Gesellschaft die Zuwanderung in einer solchen Größe und bei derartigen kulturellen Unterschieden mutmaßlich friedlich absorbieren wird, ..... ist ein Narr.“ Douthat warnt vor einer  "zunehmenden Polarisierung zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen.“

Und er kommt schließlich zum Schluss: „Angela Merkel muss gehen - damit ihr Land und der Kontinent, der es trägt, vermeiden kann, einen zu hohen Preis zu zahlen für ihre wohlmeinende Torheit."

 

126 Kommentare