Königshof München: Läden in den Stachus-Passagen müssen wegen Abriss raus

Einige der sechs Läden in der Stachus-Passage sind schon geräumt. Zwei dürfen auch während der Bauzeit offen sein. Foto: Sigi Müller

Mitte 2011 wurde die Passage unter dem Stachus eröffnet. Doch jetzt müssen einige Läden schon wieder wegen der Königshof-Baustelle raus. Vorübergehend.

 

München - Die Planungen zum Neubau des Königshofes schreiten voran. Nun schließen derzeit sechs Läden, die direkt unter dem Gebäude liegen, ihre Türen: die Drogerie dm, der Modeschmuckladen Bijou Brigitte, Hussel, das Backwerk, ein Callshop und der Feinkostladen Pizza & Succo. Vier von ihnen müssen mehr als zwei Jahre lang ausziehen, bis das neue Grandhotel Königshof steht. Zwei der Inhaber haben etwas mehr Glück. Die Drogeriekette dm und Bijou Brigitte können in einigen Wochen auch während der Bauzeit auf kleineren Verkaufsflächen wiedereröffnen.

Der Grund: Die Läden werden Teil der Baustelle sein. Deren Inhaber sind Mieter der Geisel Privathotels, zu denen auch der Königshof gehört, der "von Grund auf neu aufgebaut wird", wie eine Sprecherin des Unternehmens sagt. Und eine Garantie gibt es bereits jetzt definitiv: "Nach der Bauphase können alle Geschäfte wieder zurück, wenn sie das wollen", sagt die Sprecherin.

Das Ende der Baustelle wird in über zwei Jahren, vermutlich gegen Sommer 2021, erwartet. So ist es zumindest geplant, falls keine größeren Komplikationen während der Bauphase entstehen. Der Baubeginn ist – Stand jetzt – Ende Februar. Sechs Monate lang wird der Königshof zunächst abgetragen, "er wird nicht abgerissen!", wie die Sprecherin betont. Die Grundmaße des neuen, modernen Hotels bleiben gleich. Lediglich die Anzahl der Stockwerke ändert sich. Ab 2021 wird das Gebäude neun statt bisher sechs Etagen haben. Das verändert naturgemäß auch die Anzahl der Zimmer: 105 werden es sein statt bisher 85.

Wer ein Stück historische Münchner Grandhotel-Kultur kaufen möchte, sollte von heute an bis zum Samstag beim Möbel-Basar im Königshof dabei sein. Alles muss raus: Bilder, Geschirr, Spiegel, Türbeschläge, Tische, Kommoden, Türgriffe, Stühle, "da sollte für jeden Geldbeutel etwas dabei sein", sagt die Sprecherin. Auch der Weinkeller wird "geplündert". Das Gebäude muss komplett leer stehen, bevor die Bauarbeiten beginnen können. Weinfreunde könnten hier mit etwas Glück einen edlen Tropfen günstig kaufen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Bezahlen kann man laut Veranstalter mit Karte oder auch bar (Karlsplatz 25, 10. bis 12. Januar jeweils 11 bis 20 Uhr).

 

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