Kleines Derby im Grünwalder TSV 1860 schlägt FC Bayern: Eine blaue Riesenparty

Fest in blauer Hand“: Schon vor dem Anpfiff machten vor allem die Löwen-Fans Stimmung. Hinterher glich das Grünwalder Stadion einem Tollhaus. Foto: sampics / Augenklick

Die Löwen gewinnen das kleine Derby gegen den FC Bayern. Vocaj und Ott treffen zum Sieg. Eine blaue Party im Grünwalder Stadion.

München - Necat Aygün war nicht zu überhören, als er in die Kabine kam. „Jawoll, so schaut’s aus!“, schrie er durch die Katakomben, klopfte dabei sogar jeden Ordner auf die Schulter. Die Löwen siegten 2:1 im kleinen Derby – es wurde eine blaue Riesenparty.

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Drei Minuten nach Spielbeginn waren die Mannschaften dabei schon fast wieder in der Kabine. Die Stehhalle leuchtete hell auf, die Löwen-Fans zündeten etliche Bengalos. Das Spiel wurde schon früh unterbrochen, einige 1860-Spieler mussten vor die Fankurve schreiten, um den Anhang zu beruhigen. Keine Frage: Feuer war von Anfang drin im kleinen Derby.

Auf der Haupttribüne saß dabei auch 1860-Trainer Friedhelm Funkel, der sich den Nachwuchs der Löwen anschaute. Im Visier: Mike Ott und Julian Weigl. Ihnen beiden ist der Sprung zu den Profis zuzutrauen. Vor allem Mike Ott machte ein ordentliches Spiel in der zentralen Offensive. Den Abend krönte er mit seinem Treffer zum 2:1. Funkel wird das sicherlich gefallen haben im Anbetracht auf die Kreativ-Armut bei den Profis. Zuvor aber hatte die Bayern das Spiel aber im Griff. Alessandro Schöpf erzielte nach 19 Minuten die verdiente Führung. Die Stimmung litt darunter nicht. 12260 Zuschauer waren ins Grünwalder Stadion gekommen – ausverkauft (!) und Liga-Rekord (!!).

Auch der zweite Durchgang begann mit Verzögerung, diesmal zündeten die Bayern-Fans. Liridon Vocaj ließ sich davon nicht beeindrucken, traf nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich, nachdem Bayern-Verteidiger Stefan Buck gepatzt hatte. Den Rest besorgte Ott. „Ich habe meine Leistung gezeigt“, sagte er. „Den Rest entscheidet Friedhelm Funkel. Ich mache mein Ding!“ Und U21-Trainer Torsten Fröhling meinte: „Mike hat eine super Entwicklung genommen.“ Von ihm wird aber noch einiges erwartet.

 

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