Kims Restaurant in der Maxvorstadt Grillen auf koreanisch

So geht's: Das fein geschnittene Fleisch wird am Tisch gegrillt. Foto: Daniel von Loeper

In der Maxvorstadt hat  „Kims Restaurant“ eröffnet. Hier können die Gäste ihr Fleisch am Tisch selbst zubereiten

Chinesischer Hot Pot und vietnamesische Reispapierrollen, scharfes Thai-Curry oder Sushi: An asiatischen Speisen hat München so ziemlich alles zu bieten, für den schmalen Geldbeutel wie für ein schickes Festessen. Ziemlich alles – ja, nur die koreanische Küche findet man selten, und wenn, dann eher in Form eines kleinen Imbisses.

Warum das schade ist, sehen die Münchner, wenn sie in „Kims Restaurant“ in der Theresienstraße spazieren: kleine Grille auf den Tischen für das „Korean Barbecue“. Bisher hatte das nur das gehobenere Hotel-Restaurant Seoul in der Leopoldstraße im Repertoire. „Wir wollen etwas anbieten, was erschwinglich ist, damit die Leute die Vielfalt der koreanischen Küche kennen lernen“, sagt Jenny Choi. Sie ist die rechte Hand des Restaurant-Chefs, Young Geon Kim, der hier lange als Sushi-Koch gearbeitet hat und jetzt endlich die Spezialitäten seiner Heimat zubereiten kann.

„Koreanisch kochen ist aufwendig, weil man so viele Sachen getrennt voneinander zubereitet“, sagt Jenny Choi. Natürlich darf Kimchi, eingelegter Kohl, nie fehlen. „Wir brauchen das“, sagt Choi. „Als ich als junge Frau nach Deutschland gekommen bin, habe ich aus Verzweiflung Sauerkraut mit Chili gegessen, das kommt ihm noch am nächsten.“

Sojasauce, scharfe Paprikapaste, Knoblauch und Sesamöl sind beim Kochen und Marinieren nicht wegzudenken. Drapiert um den Tischgrill, auf dem dann das fein geschnittene Fleisch bruzzelt, sind die Beilagen in kleinen Schälchen. Die Fleischgerichte sind kein Essen, das schwer im Magen liegt, durch das wenige Fett sind sie gut verträglich. Die Gäste rollen es etwa in Salatblätter ein, zusammen mit etwas Gemüse, und verspeisen es wie einen Wrap (mit Rind 13,50 Euro, Schwein 11,50 Euro).

„Besonders viel Fleisch essen Koreaner aber gar nicht“, sagt Choi. Beliebt sind auch Kräuterlinge – wie Rindfleisch oder Schweinenacken werden die Pilze auf dem Tischgrill zubereitet: „Beoseotgui“ heißt die vegetarische Variante (11,50 Euro). Für Fischfreunde gibt es den scharfen Fischeintopf mit Meeresfrüchten (22,50) oder die Bugeo-Suppe aus getrockneten Fischen.

Viele Asiaten und Nachbarn haben das April 2011 eröffnete Lokal schon für sich entdeckt, Schmortöpfe, koreanische Zeichnungen und Figürchen schmücken das Lokal, die silbernen Stäbchen sind auf Porzellanschwäne gebettet. Mit den Imbissen, die hier bisher für günstiges koreanisches Essen gesorgt haben, hat Kims Restaurant wenig gemein: Die Küche seiner Heimat hat er für die Münchner auf fein eingedeckte Tische gebracht – höchste Zeit!


Theresienstraße 138, Montag bis Freitag 11.30 bis 14.30 Uhr und ab 18 Uhr, Samstag und Sonntag ab 18 Uhr, Tel.: 37 96 68 80

 

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