Keine Abkühlung in Sicht Glutofen Tram: Münchner Straßenbahnen bleiben unklimatisiert

Die Fahrt mit der Straßenbahn ist bei der momentanen Hitze kein Vergnügen. Foto: dpa/Fabian Nitschmann

In der diesjährigen Sommerhitze heizen sich viele Straßenbahnen stark auf. Nicht in allen Fahrzeugen gibt es Klimaanlagen, daran wird sich auch erst einmal nichts ändern.

München - Wer bei der diesjährigen Sommerhitze mit der Tram unterwegs ist, dem laufen gerne mal die Schweißperlen über die Stirn. Es gibt längst nicht in allen Fahrzeugen eine Klimaanlage, drinnen ist es dann meist heißer als draußen. (Hier geht's zur Wettervorhersage für München)

"Die Anlagen kühlen maximal 3 Grad unter der Außentemperatur – bei den derzeitigen Temperaturen um die 30 Grad ist die Abkühlwirkung zwangsläufig gering", teilt die MVG gegenüber der AZ mit. "Unsere Trambahnen sind – entsprechend dem Stand der Technik bzw. den Erwartungen an den Fahrgastkomfort zur Zeit ihrer Beschaffung – unterschiedlich mit Klimaanlagen ausgerüstet", heißt es dort weiter.

Darum können alte Waggons nicht nachgerüstet werden

Vor allem ältere Waggons können allerdings nur schwer umgerüstet werden. Das Problem liegt laut der MVG darin, dass leistungsfähigere Geräte zu groß und zu schwer seien, um in Straßenbahnen eingebaut werden zu können. Die älteren Waggons sind schlichtweg nicht darauf ausgelegt, das zusätzliche Gewicht einer Klimaanlage auf dem Dach zu tragen.

In Betrieb befinden sich momentan 113 Trambahnen, nur 24 sind auch mit Klimaanlage ausgestattet. Ändern wird sich daran so schnell nichts: "Schienenfahrzeuge sind für eine jahrzehntelange Einsatzzeit gebaut. Wir haben vor wenigen Jahren zudem die meisten unserer 68 R2-Züge (Bauzeit 1994-1997) mit einem umfangreichen Redesign fit für den Weiterbetrieb gemacht", teilt die MVG mit.

Im Münchner Tramnetz werden also noch eine ganze Weile mobile Saunen unterwegs sein, ein Zeitpunkt für den Generationswechsel ist noch nicht in Sicht.

 

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