Kaution für Bayern-Star Hier fährt Breno in die Freiheit!

3 Jahre und 9 Monate: Bayern-Star Breno muss ins Gefängnis. Foto: dpa/dapd

Der Haftbefehl gegen den gebürtigen Brasilianer (21) wurde außer Vollzug gesetzt. Doch FC-Bayern-Spieler Breno muss strenge Auflagen erfüllen, hält er sich nicht daran, muss er erneut hinter Gitter.

Zwölf Tage saß Breno Vinicius Rodrigues Borges (21) in Stadelheim hinter Gittern. Noch gestern Nachmittag drehte er im Hof des Untersuchungsgefängnisses seine Runden, eine Stunde später durfte er seine Sachen zusammenpacken und die Gefängnismauern als vorerst freier Mann hinter sich lassen. Draußen warteten bereits dutzende Journalisten auf den Bayern-Spieler.

Der gebürtige Brasilianer kam frei gegen die Zahlung einer sechsstelligen Kaution – nach SZ-Informationen 500.000 Euro. Und nicht nur das: Breno muss sich an insgesamt elf „strenge Auflagen“ des Gerichts halten. Eine davon ist, dass er sich regelmäßig bei der Polizei melden muss. Für den Richter besteht nach wie vor Fluchtgefahr. Verstößt er gegen diese Auflagen, droht ihm, dass er sofort wieder zurück in die Untersuchungshaft muss.

Wie berichtet, wird gegen Breno wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt. In der Nacht zum 20. September brannte die Grünwalder Villa, in der der – meist verletzte – Innenverteidiger mit seiner Frau Renata und drei Kindern zur Miete gewohnt hatte, komplett ab. Breno erlitt bei dem Feuer eine leichte Rauchvergiftung, seine Frau und die Kinder waren nicht zu Hause. Die Polizei schätzt den Schaden auf eine bis 1,5 Millionen Euro.

Wie die AZ erfuhr, soll Breno in der Brandnacht einem Sanitäter, der seine Schrammen ärztlich versorgen wollte, drei Feuerzeuge übergeben haben. Dabei habe der 21-Jährige den Sanitäter darum gebeten, die Feuerzeuge unauffällig verschwinden zu lassen. Dies und weitere Indizien führten schließlich dazu, dass ein Ermittlungsrichter fünf Tage später gegen Breno Haftbefehl erließ.
Bei der gestrigen Haftprüfung stellte Brenos Münchner Anwalt Werner Leitner einen Antrag, dass der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt wird – der Richter kam dem nach.

„Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen sind Verdunkelungshandlungen nicht mehr zu befürchten, da die verfahrensrelevanten Beweise mittlerweile im Wesentlichen gesichert sind“, sagt Barbara Stockinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München.

Beim FC Bayern war die Erleichterung gestern groß: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass Breno heute aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und er damit zu seiner Familie und dem FC Bayern zurückkehren kann. Wir sind dem Gericht und Herrn Leitner dankbar, dass sie diesen Fall fair und sensibel behandelt haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Für den Verein steht nun erstmal Brenos Genesung im Mittelpunkt. Sportdirektor Christian Nerlinger kündigte gestern an: „Unsere medizinische Abteilung mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an der Spitze wird nun dafür Sorge tragen, dass Brenos nach wie vor verletztes Knie behandelt und die Verletzung auskuriert wird“.

Das erklärte Ziel lautet: Breno soll schnellstmöglich wieder in „das reguläre Mannschaftstraining eingegliedert werden“. Mal sehen, ob seine Knieverletzung das zulässt. 

 
 

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