Karlsplatz in München Warum heißt der Stachus eigentlich Stachus?

Warum heißt der Stachus eigentlich Stachus? Foto: dpa

Karlsplatz oder Stachus? Für jeden gebürtigen Münchner ist die Antwort klar: Karlsplatz sagt kein Mensch. Dabei ist das die richtige Bezeichnung. Doch warum nennen wir den Stachus eigentlich Stachus?

München - "Entschuldigen Sie, wie komme ich am besten zum Karlsplatz?" Falls jemand diese Frage stellt, dann ist eine Sache sofort klar: Der Unwissende ist mit Sicherheit kein echter Münchner. Denn wie jeder gebürtige Münchner weiß, heißt der Karlsplatz im Volksmund Stachus.

Doch warum ist das eigentlich so? Selbst an der U-Bahn-Haltestelle ist der Zusatz "Stachus" nur in Klammern geschrieben. Vor einigen Jahren stand auf den Schildern an der Station sogar nur "Karlsplatz".

Der Platz an sich ist nach dem Kurfürsten Karl Theodor benannt. Doch dieser machte sich durch verschiedene Aktionen bei der Bevölkerung unbeliebt: Unter anderem ließ er die Mauern am Stachus niederreißen und verlor im Bayerischen Erbfolgekrieg das Innviertel an Österreich.

Ein Bier am Stachus-Garten

Was die Münchner dagegen mochten und mögen ist Bier. Das schenkte ein Gastwirt namens Mathias Eustachius Föderl seit 1728 in seiner Wirtschaft am Karlsplatz aus. Föderl hieß mit Spitznamen "Eustachi". Zu seinen Ehren erhielt seine Wirtschaft den Namen Stachus-Garten oder kurz "Stachus". Den Namen übertrug die Bevölkerung später auf den Platz.

München und Bier gehören eben zusammen.

 

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