Kapitän mit Kreuzbandriss Trotz Stahl-Schock: Haching kann nur vorwärts

Der vierte SpVgg-Kapitän in dieser Spielzeit: Alexan-der Winkler bekommt die Binde. Foto: imago images / Passion2Press

Jetzt trägt Winkler die Binde. Schromm: "Das mit Dominik hängt uns schon noch im Gnack".

 

Unterhaching - Den Stahl-Schock haben die Hachinger noch längst nicht verdaut – weder emotional noch sportlich.

Am Freitag begleitete SpVgg-Trainer Claus Schromm seinen verletzten Kapitän (die AZ berichtete) zu dessen Operations-Vorbesprechung – und hinterher musste Schromm auf der virtuellen Pressekonferenz ganz offen zugeben: "Das mit Dominik hängt uns schon noch im Gnack." Genick für Nicht-Bayern. Hachings Mittelfeld-Chef hatte sich beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (1:3) das Kreuzband gerissen. In diesem Jahr wird er wohl nicht mehr für die SpVgg auflaufen können. Und schon gar nicht im Schlussspurt der aktuellen Saison, wo die Hachinger ihren Anführer so dringend bräuchten.

Haching mit Personalsorgen gegen Zwickau

Auch personell stellt der Stahl-Ausfall Schromm & Co vor dem Spiel beim abstiegsbedrohten FSV Zwickau (So., 14 Uhr) vor ernste Probleme. Ein Führungsvakuum auf dem Platz sieht der Trainer zwar (noch) nicht. Schließlich ist die Situation nicht ganz neu. Mit Stahl muss nach Josef Welzmüller und Stephan Hain nun bereits sein dritter Spielführer in dieser Saison verletzungsbedingt die Binde weitergeben. Kapitän Nummer vier Alexander Winkler übernimmt.

"Ich denke, dass wir das so gut kompensieren können", erklärt Schromm, fügt aber an: "Noch ein Verletzter darf jetzt aber nicht dazukommen, sonst wird’s sehr eng."

Apropos: Ein enges Spiel erwartet Schromm auch beim Tabellensechzehnten in Zwickau. Haching will – ja, muss – dreifach punkten, um schleunigst wieder an die Aufstiegszone (aktuell vier Punkte Rückstand auf Relegationsrang drei) anzudocken. Allerdings kämpfen die Sachsen derzeit ums sportliche Überleben und haben mit dem 37-jährigen Ronny König dazu noch eine ehemalige Stümer-Legende der Zweiten Liga in ihren Reihen.

Coach Schromm will nicht auf Konter spielen

Angesichts dieser Konstellation und mit Blick auf die fünf Gegentore in den letzten zwei Begegnungen wäre es also durchaus nachvollziehbar, wenn Schromm seiner Elf für den Kick in Zwickau eine etwas defensivere Marschrichtung verpassen würde. Aber keine Chance!

"Hinten reinstellen und kontern entspricht nicht unserer Grundphilosophie", sagt Schromm bestimmt. Oder anders ausgedrückt: Haching kann eben nur vorwärts!

 

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