Kapitän des FC Bayern Gehaltsverzicht von Fußballern? Das sagt Manuel Neuer

Kapitän des FC Bayern: Torwart Manuel Neuer (33). Foto: sampics/Augenklick

Sollen gut bezahlte Bundesliga-Spieler in Krisenzeiten des Coronavirus auf Gehalt verzichten? Manuel Neuer vom FC Bayern hat zu der Anregung von Markus Söder Stellung bezogen. 

 

München - Für die einen ist es purer Populismus, für die anderen eine naheliegende Überlegung: Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, wonach gut bezahlte Bundesliga-Profis angesichts der Corona-Pandemie auf Gehalt verzichten sollten, wird heftig diskutiert.

Jetzt hat sich Manuel Neuer hat sich zu Söders Überlegungen geäußert. "Wie jeder andere Mensch in dieser Zeit machen auch ich und die anderen Fußballprofis uns darüber Gedanken, wie man mit der Situation am besten umgehen kann", sagte der Kapitän des FC Bayern und der deutschen Nationalelf der "Bild", ohne dabei aber konkret zu werden.

Söder-Forderung nach Gehaltsverzicht: So denkt die Liga

Immerhin: Der 33-Jährige ist der einzige Profi, der bei der Umfrage der Zeitung persönlich Stellung bezieht, die anderen Spielführer der Bundesligisten hielten sich zurück, dafür erklärten sich einige Klubs. "Wir diskutieren das Thema intern, daher wird sich Niklas (Moisander; d. Red.) dazu nicht öffentlich äußern", erklärte beispielsweise Werder Bremen.

Auch bei Mainz 05 wird der Vorschlag diskutiert. "Unsere Spieler können hierbei eine Rolle einnehmen, es ist aber noch zu früh, darüber zu spekulieren", hieß es.

Söder-Forderung nach Gehaltsverzicht: Horst Heldt reagiert erbost

"Wir besprechen dieses Thema intern mit der Mannschaft", erklärte Borussia Dortmund. DFL-Boss Christian Seifert hatte Verständnis für Söders Vorstoß gezeigt. "Klar, die Forderung ist nachvollziehbar. Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken", meinte Seifert.

Manager Horst Heldt vom 1. FC Köln reagierte hingegen erbost. "Es wäre sinnhaft, mit populistischen Scheiß-Äußerungen sich ein Stück zurückzuhalten. (...) Ich finde es unverschämt, das öffentlich zu diskutieren und öffentlich infrage zu stellen", meinte Heldt.

 

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