Jugendliche machen Randale Schwimmbad-Ärger geht weiter: Krawalle jetzt auch im Ungererbad!

, aktualisiert am 16.06.2019 - 18:18 Uhr
Das Ungererbad: ohne Massenandrang ein Ort zum Erholen. (Archivbild) Foto: imago/argum

Teenager nutzen Münchens Freibäder als Krawall-Zone, um Dampf abzulassen. Normale Badegäste fühlen sich gestört.

 

München - Im Michaelibad blieb es am letzten Wochenende friedlich, dafür berichten Badegäste aus dem Ungererbad von größeren Gruppen Jugendlicher, die Krawall machen, wo sich andere Besucher nur in Ruhe entspannen möchten.

Nachdem über Pfingsten mehr als 50 Jugendliche im Michaelibad immer wieder für Ärger sorgten, war man dort an diesem Wochenende besser vorbereitet. Das Personal wurde aufgestockt.

Zivilpolizisten in Badehose am Beckenrand

Die Polizei schickte Streifen und Zivilbeamte, die in Badeklamotten vom Beckenrand aus die Lage im Auge behielten. Abgesehen von kleineren Störungen, weil einigen Badegästen die Sonne oder vielleicht auch der Alkohol zu Kopf gestiegen war, blieb es weitgehend ruhig im Michaelibad. "Uns liegen keine Meldungen über Störer vor", sagte Polizeisprecherin Claudia Künzel am Sonntag.

Über die Pfingstfeiertage gab es dagegen mindestens fünf Polizeieinsätze im Michaelibad, weil Jugendliche herumgepöbelt oder sich geprügelt hatten. Manche versuchten, sich gegenseitig zu provozieren. Als sich Badegäste über das Benehmen beschwerten, wurden sie von den Teenagern angepöbelt und beschimpft.

Mehrere Teenager wurden daraufhin laut Polizei des Bades verwiesen. Gegen einige Krawallos wird wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittelt.

Neue Krawalle im Ungererbad

Im Ungererbad gab es dagegen am Freitagnachmittag Ärger. Badegäste berichten von etwa 30 Jugendlichen, die sich dort auf der Wiese verabredet hatten und andere anpöbelten. Dabei sollen sich auch einige von ihnen geprügelt haben. "Wie ernst das war, lässt sich nicht sagen", berichtet ein 57-jähriger Münchner.

Schaulustige drängten sich rund um den Tumult. Einige Gaffer kletterten auf die Schultern von Freunden, um das Spektakel besser sehen zu können. Die Schwimmmeister des Bades bekamen die heftig feiernden Jugendlichen zwar mit, scheuten sich aber laut des Zeugen, beherzt und energisch einzugreifen. Später kamen Sanitäter, die sich um einen Badegast kümmerten und ihn auf einer Trage mitnahmen, berichtet ein weiterer Zeuge.

Die Stadtwerke wollen am Montag ein Konzept vorlegen, wie die Krawall- und Partyszene in den Griff zu bekommen ist. In den Sommerbädern haben Jugendliche unter 18 Jahren seit dieser Saison freien Eintritt. Was offenbar dazu führt, dass Teenager Freibäder zur Partylocation machen.

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zum Thema: Freibad, kein Friedhof

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