Jochen-Schweizer-Arena in Taufkirchen Schock nach Surf-Unfall: Mädchen (13) in Spezialklinik geflogen

Die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen - hier kann man allerhand actionreiche Aktivitäten ausprobieren. Foto: dpa

Ein Schulausflug in die Jochen Schweizer Arena ist am Dienstag von einem Unfall überschattet worden. Ein Mädchen verletzte sich beim Surfen.

 

Taufkirchen – Ein Tag voller Spaß und Action ist am Dienstagabend für eine 13-Jährige mit einem Helikopterflug in eine Spezialklinik zuende gegangen. Die Schülerin war beim Surfen auf der stehenden Welle in der Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen unglücklich ins Wasser gefallen. Im Auslauf war dem Mädchen das Brett von hinten zwischen Rücken und Sicherheitshelm ins Genick geknallt.

Nach dem Sturz konnte die Schülerin zwar noch selbst aus dem Becken klettern, brach dann aber zusammen und konnte nicht mehr aufstehen. Weil sie zusätzlich über Atembeschwerden und Schwindel klagte, riefen die hinzugeeilten Sanitäter sofort einen Kindernotarzt, der wiederum einen Rettungshubschrauber alarmierte – Verdacht: Wirbelsäulenverletzung.

Ein Schock auch für die anderen Kinder und Jugendlichen, die sich zur Zeit des Unglücks in der Jochen-Schweizer-Arena befanden. Die Verunfallte war eine von 191 ehrenamtlichen Schülerbegleitern und -begleiterinnen, die in Münchner S-Bahnen Fehlverhalten von Gleichaltrigen schlichten. Als Dank für ihren Einsatz hatten Bahn und Bundespolizei als Initiatoren des Projekts einen Action-Tag in der Eventarena mit Hochseilgarten, Bodyflying und Surfen inklusive Essen und Shuttle-Service direkt von der Schule springen lassen.

Alle nur ein großer Schreck: In der Spezialklinik gab's Entwarnung

Auf Nachfrage, wie es dem Mädchen inzwischen geht, sagt ein Sprecher von Jochen Schweizer am Mittwoch der AZ: "Wir stehen mit den Eltern des Mädchens in Kontakt. Bei der MRT-Untersuchung gestern Abend wurden Gott sei Dank keine physischen Schäden festgestellt." Der Kreislaufkollaps und die Atemnot waren wohl eine Reaktion auf den Schock, den das Mädchen durch den heftigen Schlag ins Genick davongetragen hatte.


So sieht die Surf-Welle in der Jochen Schweizer Arena aus. Foto: tse

Wie konnte es zum Unfall kommen? Bei einem Sturz spült die Strömung der Welle den Surfer in der Regel mit Surfboard voran nach hinten in ein Auffangbecken. Durch die ungünstige Fallrichtung wurde das Brett nach vorne katapultiert und von der Welle direkt ins Genick des Mädchens gespült. "Durch Einweisung, Beaufsichtigung durch Trainer und Sicherheitskleidung können wir das Verletzungsrisiko bei sportlichen Aktivitäten zwar minimieren, aber natürlich nie ganz ausschließen", sagt der Sprecher. "Wir sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist und die Sanitäter sofort zur Stelle waren."

Den Tag dürfte das Mädchen trotz allem überwiegend positiv in Erinnerung behalten. Der Unfall passierte am Abend, rund 45 Minuten nach dem Unfall ging das Event für die anderen Schüler auch zuende – ohne Hubschrauberflug. 

 

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