Jetzt wird's ernst! Für den FC Bayern beginnt die erste Woche der Wahrheit

, aktualisiert am 29.07.2019 - 09:07 Uhr
Der Ernstfall: Bayern-Trainer Niko Kovac tritt mit seinem Team beim Audi Cup an und trifft dann im Supercup auf Mats Hummels (2.v.r.) und Dortmund. Bei Leroy Sané (r.) könnte eine Entscheidung fallen. Foto: firo/Augenklick, imago, AZ-Montage

Der FC Bayern startet in die heiße Phase der Saisonvorbereitung – mit dem Audi Cup und dem Prestigeduell im Supercup bei Borussia Dortmund. "Wir müssen zeigen, dass wir die Nummer eins sind."

 

München - Sommerferienzeit an der Säbener Straße. Das heißt: Pommes und Eis für die vielen kleinen Fans am Spielfeldrand – und harte Schufterei für die Stars des FC Bayern! Denn während sich die Schüler von Diktaten und Tests erholen können, schuften die Fußballer in der Vorbereitung auf die neue Saison. So auch am Sonntag.

FC Bayern mit kraftraubender Trainingseinheit

Vor mehr als 2.000 Zuschauern hatten sich Trainer Niko Kovac und seine Assistenten einen Parcours der Qualen für ihre Mannschaft einfallen lassen. Kraftübungen mit Gewichten, verschiedene Sprintformen, sogar mit Bleiwesten, dazu noch anstrengende Stabilisationsübungen – Kovac nahm sein Team fast eine Stunde lang richtig ran, ehe beim Torschusstraining und einer Spielform der Spaß im Vordergrund stand. 120 Minuten dauerte die Einheit insgesamt.

Man spürt: Die Bayern gehen in ihre erste Woche der Wahrheit in der Saison 2019/20. Die AZ erklärt, welche Aufgaben jetzt anstehen.

Der Audi Cup

Am Dienstag und Mittwoch bestreitet Kovacs Mannschaft die letzten Testpartien vor dem Pflichtspielauftakt am Samstag im Supercup bei Borussia Dortmund. Gegner im Halbfinale des Audi Cups (Dienstag, 20.30 Uhr, ZDF und im AZ-Liveticker) ist der türkische Klub Fenerbahce Istanbul mit dem Ex-Bremer Max Kruse.

Am Mittwoch geht's dann im Finale oder Spiel um Platz drei gegen Real Madrid oder Tottenham Hotspur. "Jeder kämpft um die Plätze, jeder möchte sich empfehlen, um in den ersten Pflichtspielen mit dabei zu sein", sagt Kovac – und heizt das Gerangel um die Stammelf an: "Bis zur Länderspielpause gibt es einen Rhythmus, wo man nicht so viele Spiele hat, nicht alle drei Tage spielt. Da ist es für einen Trainer nicht immer ganz einfach, weil vielleicht weniger rotiert werden wird."

Beim Turnier in der Münchner Arena wird Kovac wohl einiges ausprobieren und Nachwuchsspieler testen. Man kann aber gleichzeitig davon ausgehen, dass er weiter sein 4-3-3-Wunschsystem einüben lässt. Besonders in der Abwehrmitte und im zentralen Mittelfeld gibt es Fragezeichen mit Blick auf die erste Elf.

Der Supercup

Dortmund gegen Bayern – das Prestigeduell am kommenden Samstag eröffnet die neue Spielzeit so richtig. "Wir müssen jedes Mal aufs Neue zeigen, dass wir die Nummer eins sind", erklärt Robert Lewandowski. Gegen den aufgemotzten BVB - Mats Hummels, Julian Brandt, Nico Schulz und Thorgan Hazard kamen unter anderem - wollen die Bayern ein erstes Zeichen setzen, wie Niklas Süle ankündigte. "Für mich ist der Supercup auch richtig wichtig", sagt Kapitän Manuel Neuer.

Die Münchner peilen den vierten Supercup-Gewinn am Stück an. "Die Duelle zwischen Bayern und Dortmund sind immer heiß", so Lewandowski.

Der Transfermarkt

Wie viele Stars verstärken den Münchner Kader, ehe die Spielzeiten im DFB-Pokal bei Energie Cottbus (12. August) und in der Bundesliga gegen Hertha BSC (16. August) beginnen? "Es wird noch Transfers geben, ganz sicher", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in der "Bild am Sonntag". Doch bislang gibt es keine Deals zu vermelden.

Mit Manchester City, dem Klub von Wunschspieler Leroy Sané, hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Verhandlungen aufgenommen. Coach Kovac sagte im ZDF über Sané: "Den möchten wir, unser Klub ist da dran. Ich bin sehr zuversichtlich und gehe davon aus, dass wir ihn bekommen können." Das klingt nach Optimismus und Fortschritten.

Und sonst? Marc Roca (22), defensiver Mittelfeldspieler von Espanyol Barcelona, ist weiter ein Kandidat. Laut "Spox" und "Goal" beharrt Espanyol allerdings auf der festgeschrieben Ablöse in Höhe von 40 Millionen Euro.

Lesen Sie auch: Timo Werner zum FC Bayern? Wirrwarr um RB-Leipzig-Star

0 Kommentare