Ist der FC Bayern beteiligt? Linken-Chef Riexinger fordert Aufklärungs-Kommission im Fall Hoeneß

Der Bundesvorsitzende der Linken Bernd Riexinger fordert weitere Untersuchungen im Fall Hoeneß. Foto: dpa

Auch nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß bleiben viele Fragen offen. Linken-Chef Riexinger fordert umfassende Aufklärung, ob und wie der FC Bayern in die Zockergeschäfte des Ex-Präsidenten verstrickt war.

 

München – Der Chef der Linkspartei, Bernd Riexinger, fordert eine Untersuchung der Causa Uli Hoeneß im Hinblick auf eine mögliche Rolle von dessen Club Bayern München. „Ich würde es begrüßen, wenn der FC Bayern eine unabhängige Kommission von Wirtschaftsprüfern einsetzt, die offenlegt, ob und welche Verquickungen es zwischen dem Fall Hoeneß und dem FC Bayern gibt“, sagte der Politiker dem „Handelsblatt Online“ am Montag. „Vor allem die Mitglieder des FC Bayern wären gut beraten, Transparenz einzufordern“, ergänzte Riexinger.

Hoeneß hatte stets beteuert, die Zockerei mit einem Schweizer Konto und die damit verbundene Steuerhinterziehung in Millionenhöhe sei reine Privatsache gewesen. „Dieses Konto war ganz allein Uli Hoeneß“, hatte er etwa in einem „Zeit“-Interview gesagt. Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft angekündigt, gegen das Urteil von dreieinhalb Jahren Haft nicht in Revision zu gehen – es wird damit rechtskräftig.

Diese Entscheidung sorgte bei Riexinger für Empörung. „Das riecht alles nach Deal“, meinte der Linken-Chef und beklagte, dass „viele Fragen womöglich für immer ungeklärt“ blieben.

 

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