Isar-Debatte Teures Flussbad: Doch nur ein zweifelhafter Entwurf?

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
Bald dreieckige Flöße in der Isar? Der Flussbad-Plan wird derzeit heiß diskutiert. Foto: Daniel von Loeper

München - Die Diskussion um das geplante Isar-Flussbad geht weiter. Laut Umweltreferentin Stephanie Jacobs seien noch viele Fragen ungeklärt.

 

Dass die Pläne für ein teures Flussbad, das die Stadt bis zu 36 Millionen Euro kosten würde, zunächst nicht weiter verfolgt werden, begrüßt Michael Mattar, Chef der Rathaus-FDP.

"Wir können uns nicht vorstellen einen zweistelligen Millionenbetrag in etwas zu investieren, das nur wenige Wochen im Jahr genutzt wird", sagt Mattar am Mittwoch im Stadtrat.

Kompromiss: Günstige Variante des Flussbades

Als Kompromiss hatte die FDP-Fraktion beantragt, dass die günstigere Variante (1,2 Millionen Euro) des Vereins Isarlust von der Stadt geprüft werden soll. Der FDP-Antrag fand Zustimmung (AZ berichtete). Doch wie realistisch ist eine Umsetzung der dreieckigen Flöße in der Isar?

Umweltreferentin Stephanie Jacobs erklärt zur Idee vom Verein Isarlust: "Mit dem Entwurf konnten wir uns in der Tiefe noch nicht beschäftigen."

Hoher Aufwand bei Hochwasser in München

Allerdings lasse die Skizze noch viele Fragen offen. Jacobs: "Erstens ist unklar, ob mit dieser Variante genügend Sicherheit gewährleistet wird und zweitens ist fraglich, ob Hochwasserschutz-Anliegen ausreichend bedient werden." Denn bei Hochwasser müssen die Inseln innerhalb von vier Stunden aus der Isar entnommen werden. Jacobs: "Das wäre mit einem sehr hohen Aufwand verbunden."

Die Rathaus-SPD ist weiterhin Gegner jeglicher Flussbad-Varianten. Fraktionschef Alexander Reissl: "Wir glauben, dass der Vorschlag die Idee nicht rettet."

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