Irritationen bei Abstimmung Isarflussbad: Grüne sorgen im Stadtrat für Verwirrung

Die Grünen wollen weiterhin die Machbarkeitsstudie abwarten und dann entscheiden. Foto: Almuth David

Verwirrung im Rathaus: Grüne stimmen plötzlich gegen das Isarflussbad – zur Freude der SPD. Die überrascht mit einem weiteren Antrag.

 

München - Das kann nur ein Sinneswandel sein! Das dachten sich die SPD-Stadträte, als ihr Antrag gegen das Isarflussbad mithilfe der Grünen unerwartet die Mehrheit erzielte.

Den - vermeintlichen - Erfolg teilte Stadtrat Jens Röver (SPD) auf Twitter: "Wir haben das Flussbad schon immer für eine Schnapsidee gehalten, weil wir weitere Kommerzialisierung und Abschottung entlang der Isar ablehnen."

Zur AZ sagte er: "Die Grünen sind doch noch zur Besinnung gekommen." Aber es gab einen anderen Grund. "Wir haben aus Versehen für den Antrag gestimmt", so die grüne OB-Kandidatin Katrin Habenschaden. Sie dachten, es ginge um einen anderen Beschluss.

Grüne können Fauxpas noch ausbügeln

Die Grünen wollen weiterhin die Machbarkeitsstudie abwarten und dann entscheiden. Zum Glück aller (außer der SPD) war es noch keine beschließende Abstimmung. In der Vollversammlung im Juni können die Grünen ihren Fauxpas also noch mal ausbessern.

Doch es gab noch einen SPD-Antrag – zum Isarboulevard. Die Fraktion fordert, dass auf dem Abschnitt zwischen Reichenbach- und Luitpoldbrücke – wenn der schon nicht autofrei wird – ein breiterer Radweg und mehr Platz für Fußgänger geschaffen wird. Auf Kosten von Fahrspuren.

Der grüne Fraktionschef Florian Roth erinnerte daran, dass sie das schon vor zehn Jahren gefordert hatten. Roth: "Dass das nun, nach langem Widerstand – gerade unseres damaligen Koalitionspartners – langsam Realität wird, freut uns."

Die Grünen hätten deshalb am Dienstag dafür gestimmt. Ganz bewusst und ohne Wirrwarr.

 

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