„Insgesamt hat sich die Situation verschlimmert“ Bettler und Banden: Bahnhofsviertel will mehr Polizei

Nicht jedem gefällt's hier. Fest steht aber: Die Schillerstraße gehört zu den spannungsreichsten Straßen der Stadt. Foto: Petra Schramek

Prostitution, Bettelei, Schmutz: Um den Hauptbahnhof mehren sich die Sorgen. Der Ruf nach Konsequenzen wird lauter

 

Fritz Wickenhäuser ist keiner, der schnell eine harte Hand in der Ordnungspolitik fordert. Umso eindringlicher klingt es, wenn der Vorsitzende des „Vereins Südliches Bahnhofsviertel“ die Zustände auf den Straßen für nicht mehr zumutbar hält. Am Sonntag rief er gemeinsam mit vielen Gewerbetreibenden und einem CSU-Abgeordneten die Politik um Hilfe.

Prostitution, bandenmäßiges Betteln, der Arbeiterstrich an der Ecke Landwehr- und Goethestraße: „Insgesamt hat sich die Situation verschlimmert“, sagte Wickenhäuser im Gespräch mit der AZ. Auch die Rauschgift-Szene sei auf dem Vormarsch. Die Hotelbetreiber rund um den Bahnhof beklagten sich über Schmutz auf den Straßen. „Die Gäste sind vom ersten Eindruck Münchens erschreckt. So geht es nicht weiter.“

Unterstützung bekommt Wickenhäuser vom CSU-Landtagsabgeordneten Andreas Lorenz. „Seit zwei Jahren ist die Situation immer schlimmer geworden“, sagte er. „Wir können uns nicht darauf ausruhen, dass es noch etwas besser als in Berlin oder Köln ist. Das ist in Bayern nicht unser Maßstab.“ Lorenz hofft, dass das Kreisverwaltungsreferat bald ein Verbot des Alkoholkonsums auf dem Bahnhofsvorplatz und mehr Kameras durchsetzt. Wickenhäuser hält vor allem Polizeipräsenz für wichtig. „Wo häufig eine Streife um die Ecke biegt, wird der Bettler und die Prostituierte schnell verscheucht.“ Denn all diese Störungen, das ist ihm wichtig „kommen nicht von den Menschen, die im Viertel leben und arbeiten“.

 

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