Infrastruktur-Vorschau München 2019: Das passiert auf Straßen und Schienen

Beim Bau der zweiten Stammstrecke geht es 2019 vor allem am Marienhof zur Sache (links im Bild). Die Laimer Unterführung erhält ein neues Gesicht (rechts). Foto: Peter Kneffel/dpa/Daniel von Loeper

Auf Münchens Straßen geht es im neuen Jahr rund: Mehr Radlwege, frische Unterführungen. Auch auf den Schienen tut sich was. Eine Infrastruktur-Vorschau.

 

München - Neben dem Wohnen ist der Verkehr das derzeit größte München-Thema überhaupt. Und auch da tut sich 2019 einiges. Beim Bau der Zweiten Stammstrecke geht es voran. Das wird man ab dem Sommer vor allem am Marienhof ziemlich eindrücklich zu spüren bekommen. Dort werden um das künftige S-Bahnuntergeschoss herum 60 Meter tiefe Schlitzwände in den Boden gefräst. Das ist staubig und richtig laut.

Auch bei der Sendlinger-Tor-Baustelle gibt es Fortschritte. Sollte alles plangemäß laufen, schreiten die Bauarbeiten an der Sonnenstraße heuer so weit voran, dass Anfang 2020 dort dann der neue Zugang zum U-Bahngeschoss eröffnet werden kann.

Unterführungen werden saniert

Auch auf den Straßen ist dieses Jahr viel los. Im Altstadtringtunnel wird unter anderem eine Mittelwand eingezogen. Ab März wird es dort deshalb immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen. Gleiches ist im Fall von der Paul-Heyse-Unterführung zu erwarten, der in der zweiten Jahreshälfte saniert wird.

Und auch beim Umbau der Laimer Unterführung zur sogenannten Umweltverbundröhre wird es zwischen September und November zu Beeinträchtigungen kommen.

Mehr Radlwege – mehr Sicherheit

Insgesamt will die Stadt den Verkehr in München deutlich sicherer machen. Unter anderem in der Brienner Straße werden 2019 deshalb Radlwege gebaut. Auch im Pinakothekenviertel beginnt der große Umbau. Die mehrspurigen Einbahnstraßen rund um die Museen verleiten Autofahrer zu sehr dazu, aufs Gas zu drücken.

Deshalb sollen die Straßen nun wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Los geht die Umgestaltung an der Ecke Gabelsberger- und Türkenstraße.

Drohende Dieselfahrverbote

Auch vor Kitas, Krankenhäusern und Altenheimen soll der Verkehr beruhigt werden. Das KVR prüft deshalb vor jeder Einrichtung die konkrete Verkehrssituation. Wo es möglich ist, soll dann Tempo 30 eingeführt werden. Und dann droht da natürlich immer noch ein Diesel-Verbot.

Zwar sieht die Regierung von Oberbayern wohl auch in ihrem neuen Luftreinhalteplan für München keine Fahrverbote vor. Aber in anderen Bundesländern haben die Gerichte solche Verbote wegen schlechter Luftwerte bereits angeordnet. Ähnliches kann in Bayern auch jederzeit passieren.

 

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