Infos per Knopfdruck ÖDP will barrierefreie Bushaltestellen für Sehbehinderte

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
Johann Sauerer wurde vor Kurzem an einer Haltestelle von einer Frau angesprochen, die eine Augen-OP hatte. Foto: privat

In den konkreten Forderungen der ÖDP geht es um Fahrgastinfos für Menschen mit Sehbehinderung.

 

München - Um als Fahrgast mit Sehbehinderung zu erfahren, wann welcher Bus fährt, hilft derzeit oft nur: Mitmenschen fragen. Stadtrat Johann Sauerer (ÖDP) hat das jüngst selbst erlebt.

An der Sipplinger Straße hat er eine Dame getroffen, die vor Kurzem eine Augenlaser-OP hatte. Die Fahrgastinformation konnte sie nicht erkennen – und musste Sauerer um Hilfe bitten.

Da kam dem Stadtrat die Idee für den Antrag: Seine ÖDP fordert jetzt Bushaltestellen, die mit einer barrierefreien, dynamischen Fahrgastinformation ausgestattet sind. Die Idee: Menschen mit Sehbehinderung sollen an den Haltestellen per Knopfdruck Abfahrtszeiten und wichtige Informationen vorgelesen werden.

Barrierefreie Bushaltestellen an Orten mit wenigen Fahrgästen

"Es gibt Städte und Landkreise, die solche Bushaltestellen bereits haben", sagt Sauerer. Wo könnte sich der Stadtrat die barrierefreien Bushaltestellen in München besonders gut vorstellen?

"Zum Beispiel in Pasing – wo es schon die inklusionsgerechte Haltestelle mit gerillten Bodenplatten gibt", sagt Sauerer der AZ. Und an Bushaltestellen an den Außenästen.

Überall dort also, wo nur wenige Fahrgäste warten – und Menschen mit Sehbehinderung teilweise nicht die Möglichkeit haben, andere um Hilfe zu fragen.

 

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