Im Sperrengeschoss München: Überraschungsangriff auf Polizisten am Hauptbahnhof

Nachdem kurz vor Weihnachten ein Mann auf mehrere Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof eingeprügelt hat, nun der nächste Fall: Diesmal hat es zwei Beamte der Polizei München erwischt. Foto: Bundespolizei München

Der Angriff kam aus dem Nichts: Ein Mann ist am Mittwoch ohne Vorwarnung oder Anlass am Hauptbahnhof auf zwei Streifenpolizisten losgegangen.

München - Nachdem am Tag vor Weihnachten ein 19-Jähriger am Hauptbahnhof im Rahmen eines Einsatzes auf mehrere Bundespolizisten eingeschlagen hat, sind nun zwei Beamte der Münchner Polizei völlig unvermittelt angegriffen worden. Zwei Polizisten sind am zweiten Weihnachtsfeiertag nachmittags im Hauptbahnhof auf Streife. Alltäglich Routine, alles ist ruhig. Gegen 17.50 Uhr sind die Beamten im Zwischengeschoß unterwegs. In der Nähe des Aufgangs zur Arnulfstraße nimmt einer der Polizisten aus dem Augenwinkel heraus hinter sich eine Bewegung wahr. Reflexartig macht der Polizist eine Ausweichbewegung.

Sein Glück, denn im selben Moment pfeift knapp an seinem Hinterkopf vorbei eine Männerfaust. Der Schlag verfehlt sein Ziel nur ganz knapp. Ein 37-Jähriger hatte sich von hinten an die Streife herangeschlichen. Vom eigenen Schwung nach vorne gerissen, stößt der Angreifer den zweiten Polizisten zur Seite.

Gegenwehr und Tritte vom Boden

Mit erhobenen Fäusten baut sich der 37-Jährige vor den Beamten auf und bewegt sich auf sie zu. Der Mann ist völlig betrunken. Die Polizisten bringen den Angreifer zu Boden. Der Mann wehrt sich massiv, tritt um sich. Die Polizisten fesseln ihn und führen ihn schließlich ab.

Er ist zu betrunken für einen Alkotest. Der Pegel des 37-Jährigen ist so hoch, dass er erst am Donnerstag so weit ausgenüchtert ist, dass er dem Richter vorgeführt werden kann. Der hat Haftbefehl erlassen.

Im kommenden August tritt am Hauptbahnhof ein ganztägiges Alkoholverbot in Kraft. Bisher gilt es lediglich zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens. SPD und CSU erhoffen sich davon einen weiteren Rückgang der Straftaten. Die Opposition im Rathaus fürchtet, dass die Szene sich nur verlagert. Auf Initiative der SPD soll gleichzeitig ein Sozialprojekt für alkoholkranke Menschen starten.

 

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