"Humor braucht man in der Politik" Ministerpräsident Markus Söder erhält Karl-Valentin-Orden

, aktualisiert am 03.02.2020 - 07:54 Uhr
Ministerpräsident Markus Söder (2.v.l.) präsentiert seinen Karl-Valentin-Orden. Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Verleihung des Narrhalla-Ordens hat vorab für viel Wirbel gesorgt. Bei dem Ball zeigt sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seinem Faschingselement und der Theaterchef kommentiert den Gruber-Streit.

 

München - Die Kanzlerfrage ist noch nicht vollständig geklärt, aber Fasching – das kann der bayerische Ministerpräsident definitiv.

Wer daran noch zweifelte, konnte sich bei der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens auf dem Ball der Faschingsgesellschaft Narrhalla überzeugen. Markus Söder wurde für seinen humorigen Spruch "Mein erster Schultag war sehr spannend – allerdings war ich etwas entsetzt, als mir meine Mutter am Abend sagte, ich müsse am nächsten Tag wieder hin. Ich war der Meinung, einmal in die Schule gehen reiche" ausgezeichnet – und brachte prompt den ausverkauften Saal (knapp 1.500 Gäste) zum Lachen.

"Humor braucht man in der Politik", sagte Söder in seiner Dankesrede. "Wer Humor hat, der hat auch den Optimismus im Leben. Allerdings ist es unfair – vor jedem Ball näht jemand heimlich den Smoking enger."

Söder in seinem Faschingselement. Frech streckte er die Zunge heraus, hakte sich bei den Tänzerinnen unter und bedauerte augenzwinkernd, dass er sich als Ministerpräsident nicht mehr verkleide: "Ich fühle mich jetzt im Fasching immer unangezogen, selbst wenn ich einen Smoking anhabe." Ob Shrek oder König Ludwig – davor war sein Maßstab: "Wenn der Hund bellt, ist die Verkleidung gut."

Auch den Wirbel, den es vorab um seine Laudatio gegeben hat, kommentierte er ironisch: "Ich hatte gehofft, ich kann es alleine machen, dann wäre sie deutlich besser ausgefallen. Aber ich freue mich, dass man jemanden gefunden hat." Monika Gruber hatte die Rede auf den MP wegen Streitigkeiten mit Theaterchef Werner Steer angesagt – angeblich hat er sie beschimpft, er bestreitet das.

Zur AZ sagte Steer am Rande des Balls: "Monika Gruber ist eine erwachsene Frau und kann machen, was sie will. Ich habe mit niemandem Streit." Für Gruber war der Fürther Kabarettist Martin Rassau eingesprungen, der Söder seit 30 Jahren kennt und seine Selbstironie lobte: "Die findet man selten bei Politikern."

Selten auch dieser Anblick: Am Tisch von Söder, der ohne seine Ehefrau Karin da war, saß auch die schöne Schauspielerin Nadeshda Brennicke. Auf einem Narrhalla-Ball vermutet man sie eher nicht. Über ihre Anwesenheit verriet sie auf Instagram: "Wir ziehen hier krass die Ballsaison durch."

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