Horrorunfall am Autobahnende Todesfahrer sitzt in Untersuchungshaft

Helfer bergen an der Unfallstelle die beiden Brüder aus dem total zerstörten Wrack des Honda Jazz Foto: Gaulke

Der Todesfahrer von Ramersdorf muss trotz seiner schweren Verletzungen in Untersuchungshaft. Er ist in der JVA Stadelheim. Rätseln über die Unfallursache

 

München - Der Fernfahrer, der für den tragischen Tod zweier Brüder am Freitagabend auf dem Mittleren Ring verantwortlich ist, muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Der Mann, der in Spanien lebt, hat bei dem Unfall einen Beckenbruch erlitten. Ein Richter erließ gegen ihn Haftbefehl. Er wurde in die JVA Stadelheim verlegt. Dort gibt es eine gut ausgestattete Krankenstation.

Unterdessen geht die Suche nach der Unfallursache weiter. Nach Angaben der Polizei könnte der Fernfahrer am Steuer seines Mercedes-Lasters kurz vor dem Autobahnende in Ramersdorf am Lenkrad eingenickt sein, der gefürchtete Sekundenschlaf. Der 40-Tonner krachte in die Leitplanke, schoss dann quer über die Kreuzung mit dem Innsbrucker Ring und erfasste dabei zwei Autos.

Eine Münchnerin in ihrem BMW kam leicht verletzt davon.

Zwei Brüder, Stephan und Thomas K. hatten keine Chance. Ihr Honda Jazz wurde seitlich von dem 40 Tonner erfasst. Mit 65 Sachen fegte der Laster den Kleinwagen von der Kreuzung. Die beiden Brüder erlitten beim Zusammenstoß schwerste Kopfverletzungen. Sie starben wenig später in einer Klinik.

Auf dem Innsbrucker Ring Lkw rammt zwei Autos - zwei Tote

Der Laster des 50-Jährigen hatte Verpackungsmaterial aus Österreich abgeholt. Ziel der Reise war Spanien. In dem Lastwagen saß auch ein zweiter Fahrer. Er sollte seinen Kollegen auf der Tour ablösen. Gegen den Mann wird nicht ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Unfallgutachten in Auftrag gegeben. Dem 50-jährigen Fernfahrer droht im Fall einer verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

 

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