Zwei Brüder tot!

War es Sekundenschlaf am Steuer? Nach dem tödlichen Unfall mit dem Lkw am Innsbrucker Ring ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft.
| Ralph Hub
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Zwei Windlichter brennen an der Unfallstelle, an der am Freitagabend die beiden 42 und 39 Jahre alten Brüder tödlich verletzt wurden.
Hub Zwei Windlichter brennen an der Unfallstelle, an der am Freitagabend die beiden 42 und 39 Jahre alten Brüder tödlich verletzt wurden.

Nach dem tödlichen Unfall am Innsbrucker Ring ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Fahrer des Lkw ist offenbar eingeschlafen. Sein Sattelzug wurde für zwei Männer (42 und 39) zum tödlichen Geschoss.

Ramersdorf-Perlach - Die Flammen der Windlichter flackern unruhig: Zwei Flammen für zwei Brüder, die am Freitagabend bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind. Sie waren in ihrem Auto von einem Laster erfasst worden. Der Fahrer (50) war vermutlich am Ende der Salzburger Autobahn eingeschlafen und ungebremst in die Kreuzung zum Innsbrucker Ring gerast.

Die beiden Brüder haben den Humor von Gerhard Polt gemocht und die Lieder von Konstantin Wecker. Von beiden Künstlern liegen zerbrochene CDs im Gras. Ein paar Schritte weiter brennen die grünen Windlichter mit dem Schmetterlingsmuster. Hier kämpften die Notärzte um das Leben der beiden Männer. Vergeblich.

Die Brüder (42 und 39) sind gegen 22.40 Uhr mit ihrem Honda Jazz auf dem Innsbrucker Ring in Richtung Westen unterwegs. An der Kreuzung Innsbrucker Ring und Rosenheimer Straße taucht ein 40-Tonner im Nebel auf. Der Sattelzug erfasst zuerst einen BMW. Der Wagen wird um die eigene Achse gerissen. Die Fahrerin überlebt leicht verletzt.

Einen Wimpernschlag später bohrt sich der Lkw laut Polizei mit 65 Sachen ungebremst in die Seite des Honda. Der rote Kleinwagen schießt 40 Meter quer über die Kreuzung und landet schließlich in einer Grünfläche. Der 42-Jährige Münchner am Steuer und sein jüngerer Bruder erleiden schwerste Kopfverletzungen. Sie werden reanimiert. Doch beide sterben wenig später in einer Klinik.

Der Lasterfahrer (50), ein Rumäne, der in Spanien lebt und sein Kollege (57) aus Moldawien, der inzwischen in Portugal lebt, hatten in Österreich Material zur Herstellung von Milchtüten abgeholt. Ziel war Spanien. An der Unfallstelle liegen Kaffee- und Espresso-Becher. Der Fahrer, so vermutet die Polizei, ist am Autobahnende am Steuer eingenickt – der berüchtigte Sekundenschlaf. Er kostete zwei Brüdern das Leben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

 

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