"Hoffe, dass keiner absteigt" TSV 1860: Nach Elfer für Lex - Meppen-Coach Neidhart ärgert sich über DFB

, aktualisiert am 25.03.2019 - 18:00 Uhr
Holte gegen den SV Meppen den Elfmeter raus: Löwen Stefan Lex (re.). Foto: imago/Sven Simon

Der Elfmeterpfiff nach einem vermeintlichen Foul gegen Stefan Lex sorgte nach der Partie des TSV 1860 gegen den SV Meppen für reichlich Diskussionen. Meppen-Trainer Christian Neidhart redete sich regelrecht in Rage - und kritisierte auch den DFB deutlich.

München - Berührt oder nicht berührt? Zu Fall gebracht oder nur gestreift? Das ist hier die Frage! Nach dem 1:0 des TSV 1860 gegen den SV Meppen sorgte der siegbringende Elfmeter für Sechzig für reichlich Ärger bei den Gästen aus dem Emsland.

Ein Groll, der auch nach der Pleite in Giesing nicht so leicht verflog. "Der Elfmeter war keiner", zitierte die "NOZ" SVM-Spieler Steffen Puttkammer. Kurzer Rückblick: Nach knapp einer halben Stunde hatte David Vrzogic den kreuzenden Stefan Lex im Sechzehner angeblich so berührt, dass dieser nicht anders konnte, als abzuheben - und damit den Elfmeter rausholte. Oder war es vielmehr ein recht freiwilliger Hechtsprung? Obwohl Lex auch so die Chance auf ein Tor hatte?

TSV 1860: Stefan Lex verteidigt Elfmeterpfiff

"Ich bin in vollem Lauf, kann den Ball ja sonst ins leere Tor schieben. Wieso sollte ich da fallen, wenn ich nicht berührt werde? Ich bin in vollem Lauf, dann berührt er mich leicht", meinte der Erdinger bei "Magenta Sport": "Ich trete mir dann in die Haken aufgrund der Berührung - klares Foul!"

Der vermeintlich foulende Vrzogic sagte dagegen: "Meiner Meinung nach treffe ich ihn nicht. Er kommt irgendwie außer Tritt, rutscht dann aus. Der Schiri wartet und wartet, dann habe ich den Ball und er pfeift Elfmeter. Fragwürdig! Vom Gefühl her treffe ich ihn nicht. Ich denke, Lex sagt was Anderes." Das tat der Löwen-Stürmer dann auch.

Meppen-Coach Neidhart gerät in Rage

Wegen des Elfmeterpfiffs von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier redete sich derweil Meppens Trainer regelrecht in Rage. 

"Ich sehe da keine Berührung! Daniel, siehst du eine Berührung?", sagte Christian Neidhart und wandte sich im Doppel-Interview mit Daniel Bierofka bei "Magenta Sport" an den Löwen-Trainer. Bierofka beschwichtigte: "Er kommt aus dem Rhythmus. Ob er ihn berührt oder nicht, sieht man da nicht. Man muss den Lexi fragen, ob er ihn berührt hat und dann muss er das ehrlich sagen."

Doch Neidhart war nicht mehr zu bremsen. "Wir haben unsere beiden Spieler gefragt, und die haben beide gesagt, sie haben ihn nicht berührt. Ich sehe keinen Kontakt. Es ist überhaupt kein Foul. Der Schiedsrichter sagt mir in der Halbzeit, dass es hundertprozentig ein Elfmeter war. Damit kann ich wenig anfangen. Wir haben das jetzt Woche für Woche, dass solche Entscheidungen ein Spiel entscheiden", meinte der 50-Jährige erbost: "Das ist ärgerlich, wenn wieder ein Elfmeter ein Spiel entscheidet."

TSV 1860: Gegner-Coach motzt gegen den DFB

Schließlich wetterte Neidhart gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB), der den Spielbetrieb - und damit auch die Schiedsrichter - in der Dritten Liga verantwortet. "Ich hoffe, dass am Ende nicht ein Team absteigt, und andere daran schuld sind. Ob ich mich diese Woche aufrege, ob die Woche davor Pele Wollitz (Trainer Energie Cottbus, d.Red.) und dann regt sich Daniel auf", meinte Neidhart: "Das ist in Summe in unserer Liga einfach zu viel, und das muss man deutlich sagen. Wenn wir Trainer uns darüber aufregen, wird es teuer, dann wird zur Kasse gebeten. Das ist das einzige Mittel, das der DFB dann hat."

Das sei so nicht zu akzeptieren und er werde es auch nicht akzeptieren, sagte der SVM-Coach weiter: "Weil für mich das elementar entscheidende Spielsituationen sind, jedes Wochenende." Den Sechzgern brachte beschriebene Spielsituation das 1:0 durch einen verwandelten Strafstoß von Phillipp Steinhart (32.) - und damit den fünften Sieg im siebten Spiel sowie Tabellenplatz fünf der Dritten Liga. Meppen dagegen reiste reichlich frustriert zurück ins Emsland.

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