Hoeneß kontert: "Ude verträgt die Wahrheit nicht"

Der Streit zwischen OB Christian Ude und Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen des gescheiterten Rettungspakts für die Löwen eskaliert. Ude warf Hoeneß vor, zu lügen. In der AZ schlägt Hoeneß zurück.

 

München -  Die AZ faxte Uli Hoeneß Udes Erklärung nach Hause an den Tegernsee. Darin hatte Ude vom Bayern-Präsidenten unter anderem eine Entschuldigung für dessen "Heldenepos sowie einem Schurkenstück, die beide frei erfunden sind" gefordert.

Eine Viertelstunde später rief der Bayern-Präsident zurück: „Ich habe das mit großer Verwunderung gelesen“, sagte Hoeneß in besonnenem Ton. „Herr Ude scheint ein besonderes Problem mit der Wahrheit zu haben: Er verträgt sie nicht!“

Ude sei beim ersten Rettungsgipfel in der Staatskanzlei, in dem es um die mögliche Hilfe der Landesbank ging, gar nicht dabei gewesen. Hoeneß wiederholt: „Wir hatten die Lösung für 1860, sie waren quasi gerettet – aber Ude hat das dann später blockiert.“ Dass Ude jetzt per Pressemitteilung gegen ihn vorgehe, ihn der Lüge und des mangelnden Anstands bezichtige, kontert Hoeneß mit ruhiger Stimme und scharfen Worten: „Dass zeigt mir nur, wie er taumelt. Ich habe einen Volltreffer gelandet, das spürt er selbst, und nun schlägt er um sich. Ich bin gespannt, wie er reagiert, wenn die ersten Löwen-Fans auf dem Marienplatz, also unterm Rathausbalkon, gegen ihn demonstrieren!“

Und entschuldigen? Er, Hoeneß, beim Oberbürgermeister? „Ich habe keinerlei Anlass, mich zu entschuldigen. Ich habe nur die Wahrheit gesagt, und die musste mal auf den Tisch“, sagt Hoeneß, „ich denke eher, dass sich Herr Ude entschuldigen sollte – und zwar bei den Löwen-Fans: dafür dass er bisher nichts für die Rettung von 1860 getan hat.“

Es steht Aussage gegen Aussage. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Dazu sagt Hoeneß der AZ: „Fragen Sie doch mal den Löwen-Präsidenten. Der Herr Schneider wird wissen, was wahr ist und was nicht."
 

 

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