Hochwasser Deggendorf, Straubing, Passau Flut in Deggendorf: A92 geöffnet - Halten die Dämme?

Aktuelle Bilder vom Hochwasser in Deggendorf: Die Lage ist weiter kritisch. Die Bürger sorgen sich um die Dämme. Die A92 ist wieder geöffnet. Foto: dpa

Auch keine Entspannung der Hochwasser-Lage am Freitag in Deggendorf: Der Pegel steht bei 7,60 Meter. Weiter besteht die Gefahr, dass die Dämme brechen. Die Autobahn A92 ist wieder offen.

 

Deggendorf – Die Lage im vom Hochwasser schwer betroffenen Deggendorf ist weiterhin kritisch. Wie ein Sprecher des Landratsamtes am Freitag sagte, liege der Pegelstand momentan bei rund 7,60 Meter. „Wir hoffen, dass nichts mehr passiert. Es besteht aber immer noch die Gefahr, dass durchweichte Dämme brechen.“ Leichte Entspannung gibt es auf den Straßen: Die Autobahn 92 bei Deggendorf ist seit 6 Uhr wieder geöffnet, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die A3 sei hingegen im Hochwassergebiet weiter gesperrt.

Deiche an der Donau nicht auf neuestem Stand

Die Überschwemmungen an der niederbayerischen Donau haben gezeigt: Viele Deiche halten Hochwasser nicht mehr stand. „Im Hinblick auf das jetzige Hochwasser sind die Deiche zu niedrig. Die Deiche bieten Schutz gegen ein Hochwasserereignis, wie es etwa alle 20 bis 30 Jahre eintritt“, sagte Hermann Waas vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf der dpa. Seiner Einschätzung nach handele es sich beim jetzigen Hochwasser um eines, das alle 50 Jahre vorkomme. Technisch seien die Deiche in gutem Zustand.

Alle Informationen zum Hochwasser finden Sie auf unserer Flut-Themenseite

Experte: Belastung der Helfer im Hochwasser macht bange

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, hat sich für eine Ablösung der Hilfskräfte in den Hochwassergebieten ausgesprochen. Die Belastung der Helfer, die seit Tagen im Einsatz sind, mache auch angesichts der steigenden Temperaturen „bange“, sagte Unger am Donnerstag im ZDF im „heute Journal“. Sie müssten durch Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern ersetzt werden.

Auch die Bundeswehr sei da ein unerlässlicher Partner, betonte Unger. Die Wege zu Einsätzen in Katastrophenregionen seien aber durch die Reduzierung der Standorte weiter geworden. Unger beklagte außerdem, dass die „Selbsthilfefähigkeit“ der Bevölkerung „nicht ausreichend ausgebildet“ sei. Die Menschen müssten auf Krisensituationen wie Hochwasser besser vorbereitet sein.

 

0 Kommentare