Heimspiel am Samstag TSV 1860 gegen Meppen: Tor-Hoffnung und Wackelkandidat

"Ich schlage gegen Meppen mit einem Tor zu", sagt Löwen-Stürmer Prince Osei Owusu (rechts). Sein Teamkollege Nico Karger (links) muss hingegen um seinen Einsatz bangen. Foto: sampics/Augenklick

1860-Coach Daniel Bierofka will im Duell mit dem SV Meppen den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

 

München - Der Prinz will es wissen, der König droht auszufallen. "Ich schlage gegen Meppen lieber mit einem Tor zu", sagte Prince Osei Owusu der AZ, nachdem der Leih-Löwe im Show-Training mit MMA-Kämpfer Mohamed Trabelsi unter der Woche die Fäuste geschwungen hatte.

Offensiv-Kollege Nico "King Karges" Karger hat sich dagegen – ganz ohne Duell auf der Matte – verletzt. "Nico steht auf der Kippe. Er hat Probleme mit den Adduktoren", erklärte Trainer Daniel Bierofka vor dem Heimspiel seines TSV 1860 am Samstag gegen den SV Meppen (14 Uhr, im AZ-Liveticker). Und: "Wir werden Samstagfrüh nochmal antesten und werden sehen, ob er einsatzfähig ist."

Karger angeschlagen: Wer kommt als Alternative in Frage?

Wäre gut für Sechzig, denn es kommt ein starker Gegner ins Grünwalder Stadion. Bierofka, der als möglichen Karger-Ersatz Benjamin Kindsvater, Kodjovi Koussou oder Alessandro Abruscia nannte: "Sie sind Dritter in der Rückrundentabelle, haben mit 20 Punkten eine super Rückrunde gespielt. Meppen spielt ähnlich wie Würzburg sehr intensiv Fußball, mit Proschwitz haben sie einen brutal gefährlichen Stürmer vorne." Dennoch ist Bierofkas Marschroute klar: "Wir wollen gewinnen."

Sechzig sei mit 17 Zählern in den Spielen der Rückserie Sechster, von daher sei es „ein Spiel auf Augenhöhe“ gegen Meppen, in dem 1860 nicht nur die 0:1-Hinspielpleite reparieren will: "Ich gehe davon aus, dass nach dem Spiel in Würzburg, in dem wir mental nicht auf dem Platz waren, eine Reaktion kommt."

Sieg gegen Meppen die halbe Miete im Abstiegskampf

Das Punktekonto der Sechzger (40 an der Zahl) ist beim 1:2 bei den Kickers vor Wochenfrist unverändert geblieben, doch nun wollen Bierofka und Co. einen weiteren Schritt Richtung vorzeitigen Klassenerhalts machen. Zuletzt hatte der 40-Jährige erklärt, etwa 46 Punkte dafür zu benötigen.

"Je mehr Spiele wir gewinnen, desto schneller haben wir die Punktzahl erreicht, die für uns notwendig ist", sagt Bierofka jetzt: "Umso früher wir das haben, umso besser für uns."

Mit einem Dreier und den Punkten Nummer 41,42 und 43 wären die Sechzger nur noch einen dreifachen Punktegewinn von der Marke entfernt, die – auch angesichts der vielen Mannschaften hinter den neuntplatzierten Sechzgern – wohl für den Nichtabstieg reichen würde.

Die Rechnung: Ein Sieg gegen Meppen wäre die halbe Miete zum Drinbleiben! Die Machtkämpfe zwischen den beiden Gesellschaftern sollen laut Bierofka, der die Unruhe selbst ausblendet, auch für seine Spieler kein Grund zur Ablenkung sein.

Die Hoffnung des Coaches: "Die Mannschaft hat so einen Charakter, die wird das selbst von sich weghalten. Sie wird das am Samstag wegschieben und eine gute Leistung bringen, da bin ich tausendprozentig davon überzeugt."

Lesen Sie hier: Bierofka stellt klar - "Ich bin kein politisches Spielobjekt"

 

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