Hammer und Gradl München: Diese beiden Stadträte rücken nach

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
Fleißiges Stühlerücken im Münchner Rathaus. Foto: Sina Schuldt/dpa

Nach der OB-Stichwahl haben zwei Kandidaten es doch noch knapp in den Stadtrat geschafft. Die AZ stellt sie vor.

 

München - Mit Abschluss der OB-Wahl steht auch fest, wer endgültig in den Stadtrat einziehen wird. Denn die OB-Kandidaten Dieter Reiter (SPD) und Kristina Frank (CSU) standen beide auf Listenplatz 1 ihrer Partei.

Da Reiter Oberbürgermeister bleibt und Frank ihr Amt als Kommunalreferentin weiter ausführen möchte, dürfen zwei Kandidaten auf den jeweiligen Listen nachrücken. Bei der CSU ist das Hans Hammer, bei der SPD Nikolaus Gradl.

SPD-Mann Gradl will sich für Mieterschutz einsetzen

Bei Gradl war die Freude riesig. "Eigentlich war es mir ja schon seit dem ersten Wahlgang klar"“, sagt der 43-Jährige. Denn daran, dass Dieter Reiter wieder Oberbürgermeister werden würde, habe er immer fest geglaubt.

Neu im Rathaus ist Gradl jedoch nicht. In den 1990er Jahren war er Vorsitzender der Jusos, 2002 mit 25 Jahren der jüngste Stadtrat im Rathaus. 2008 wurde er wiedergewählt, in der Amtsperiode drauf hat er aber nicht wieder kandidiert – weil er Papa geworden ist, mittlerweile hat er zwei Kinder.

Kommunalpolitisch möchte Gradl sich vor allem für ein Thema einsetzen: den Mieterschutz. Da viele Mieterthemen auch Sache des Bunds sind, möchte er viel mit der Bundestagsabgeordneten und Münchner SPD-Chefin Claudia Tausend zusammenarbeiten.

Ein weiteres Steckenpferd für Gradl ist der IT-Bereich. In dem hat er 15 Jahre gearbeitet, unter anderem die Oktoberfest-App und die "SmartCity"- App mitentwickelt. Gradl: "Unser Ziel sollte es sein, möglichst viele Dienstleistungen vom PC aus erledigen zu können."

CSU-Mann Hammer: Mittelständischer Unternehmer

Der Immobilienunternehmer Hans Hammer (48, verheiratet, vier Kinder) ist Vorstandschef der Hammer AG, die Gewerbeimmobilien entwickelt und verwaltet – viele Münchner kennen ihn als ehemaligen Investor der Schrannenhalle.

Seine Tochterfirma WIP investiert auch in erneuerbare Energien. Dass er künftig nicht nur als Schatzmeister der Münchner CSU mitmischen kann, sondern nun auch selbst in den Stadtrat zieht, freut ihn freilich sehr.

"Ich will mit meiner Erfahrung als mittelständischer Unternehmer etwas für München beitragen", sagt er zur AZ. Studiert hatte Hammer ursprünglich Bauingenieurswesen an der Technischen Uni.

Münchner Stadtrat: Dieses Duo hofft noch

Sein Amt als Honorarkonsul der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka für Bayern gibt er gerade nach 20 Jahren ab. "Das war mein persönlicher Beitrag zur Entwicklungshilfe", sagt er.

Hoffnung auf ein Stadtrats-Mandat machen dürfen sich nun Marian Offman, der früher CSU- und zuletzt SPD-Stadtrat war – und in der CSU Michael Haberland, der Chef des Autoclubs Mobil in Deutschland. Scheidet ein Stadtrat der jeweiligen Fraktion aus, sind sie als nächstes dran.

Lesen Sie hier: Wer mit wem? Wie es im Rathaus jetzt weitergehen wird

 

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