Hallen aus Holz und Glas Der neue Sportcampus der TU München feiert Richtfest

So schaut es von innen aus: Mit lichtdurchfluteten Gängen und Räumen wollen die Planer für eine gute Atmosphäre bei Arbeit und Sport sorgen. Foto: Visualisierung: Architekturbüro Dietrich/Untertrifaller

Hörsäle und Büros plus 14 Sporthallen für Studenten und Angestellte: Der neue Sportcampus der TU München feiert Richtfest.

 

München - Diese Großbaustelle liegt mitten im Olympiapark. Darum versuchen die Architekten behutsam zu bauen, damit wenig Lärm und Schmutz entsteht – das geht mit Baustoffen wie Holz und Glas.

Seit 2017 wird mitten im Park ein 185 mal 153 Meter großer Bau hochgezogen: mit 14 modernen Sporthallen, zwölf Hörsälen, 15 Laboren, fünf Werkstätten und 300 Büros. Dazu kommen die Bibliothek und eine Cafeteria - das Motto: "Licht, Frische und Großzügigkeit".

Sportcampus der TU München: Bayern investiert 160 Millionen

Am Dienstag war Richtfest für diesen besonderen Neubau, der zu 80 Prozent aus Holz besteht: Bayerns Bauminister Hans Reichhart (CSU) lobte, dass sich der Bau "geschickt in die besondere Baukultur des Olympiaparks einfügt". "Die Holzbauweise ist energetisch nachhaltiger und ressourcenschonend", erklärte Helmut Dietrich, Geschäftsführer vom Architekturbüro Dietrich/Untertrifaller aus Bregenz zu dem Entwurf.

Der Freistaat Bayern investiert 160 Millionen Euro in das neue Institutsgebäude für die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München. Die 14 zugehörigen hellen und modernen Sporthallen sind auch da für die Freizeitsportler an der Uni und die Hochschul-Angestellten: 125.000 Studierende und 30.000 Uni-Mitarbeiter in München haben theoretisch die Berechtigung, sich bei den Angeboten des "Zentralen Hochschulsports" einzuschreiben. Rund 2.400 Studierende der TU und der LMU machen beim Zentralen Hochschulsport mit – und pro Semester etwa 17.000 Freizeitsportler aller Münchner Hochschulen.

Die ersten Sporthallen können ab 2020 genutzt werden

Der neue Sportcampus setzt einen neuen optischen Akzent im Münchner Olympiapark: Das zweistöckige Gebäude bietet über 40.000 Quadratmeter Fläche. Es wird gegliedert von sechs Innenhöfen. Der Grundriss hat Till Lorenzen, Geschäftsführer der Fakultät für Sportwissenschaften, als "klar strukturiert, einfach und pfiffig" überzeugt. "Wir sind mit diesem faszinierenden und funktionalen Bau für die Zukunft bestens gerüstet", sagte Albert Berger, Kanzler der TU München, am Dienstag.

Ein Teil der Sporthallen steht schon im Sommer 2020 zur Verfügung. Danach werden hier die alten und baufälligen Turnhallen aus dem Jahr 1972 abgerissen. Mitte 2023 soll der komplette neue Sportcampus samt Lehrgebäude und Büros der Sportfakultät fertig sein. Für Fußgänger wird das Gelände über einen Steg vom Olympiadorf zu erreichen sein.

 

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