Hajü Staudt starb nach Herzinfarkt Claudia Stamm trauert um ihren Ehemann

Claudia Stamm und Hajü Staudt. Der Ehemann der Politikerin ist einem Herzinfarkt erlegen. Foto: imago

Hajü Staudt († 59), mit dem die engagierte Landtagsabgeordnete Claudia Stamm zwei Kinder hat, ist am Donnerstag in Ottobrunn beigesetzt worden.

München - Er war schon immer gern dort, wo etwas los war. Allein schon aus beruflichen Gründen. Aber auf den bunten oder gar glamourösen Bildern hinterher hat man ihn nie gesehen.

Hans-Jürgen Staudt, den alle nur Hajü genannt haben, war kein Mann fürs Blitzlicht. Er hat selbst fotografiert – und das ganz ausgezeichnet. Zuletzt etwa hat er in München die Großdemonstration "Ausgehetzt" gegen die Staatsregierung mit seiner Kamera dokumentiert. So wie er auch über Jahre die politische Karriere seiner Frau als Fotograf begleitet hat.

Claudia Stamm (47) hat in München schon als junge, engagierte Frau bei den Grünen Karriere gemacht – bis sie die Partei vor etwas mehr als einem Jahr mit einem spektakulären Austritt verlassen hat: Die Grünen würden nicht mehr für jene Werte einstehen, die ihr so wichtig seien.

Claudia Stamm hat dann selbst eine Partei gegründet, Mut heißt sie. Mit ihr will sie bei der Wahl am 14. Oktober wieder in den Landtag einziehen, dem sie seit 2009 angehört (und dem ihre Mutter, die CSU-Politikerin Barbara Stamm, als Präsidentin vorsteht).

Hajü Staudt: Ein Hausmann modernen Zuschnitts

Hajü Staudt, Stamms Mann, hat viele der Mut-Veranstaltungen fotografiert, wenn es seine Zeit zugelassen hat. Er war derjenige, der sich zuvorderst um den Haushalt daheim in Ottobrunn gekümmert hat. Claudia Stamm und er haben zwei gemeinsame Töchter (15 und 10 Jahre alt); Staudt, der noch drei weitere, inzwischen erwachsene Kinder hat, verstand sich als Hausmann modernen Zuschnitts.

Am vergangenen Wochenende ist Hajü Staudt völlig überraschend verstorben. Ein Herzinfarkt. Er wurde 59 Jahre alt. Am Donnerstag ist er in Ottobrunn beigesetzt worden. Danach waren Familie und Freunde zu einer "Abschiedsfeier" in ein Lokal im Münchner Osten eingeladen. Staudt wäre das gewiss recht gewesen. Er hätte sicher fotografiert.

 

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