Grüße aus Doha Klingeling! Kiff-Kiff!

Das Khalifa Stadium in Doha - vorübergehende (Trainings-)Heimat des FC Bayern. Foto: firo Sportphoto/Else

AZ-Redakteur Filippo Cataldo ist für die Abendzeitung beim Trainingslager des FC Bayern in Doha. Im Land der Scheichs und Scheine sorgt er nicht nur für kompetente Berichterstattung, sondern kämpft auch mit den Tücken der (Über-)Technisierung.

 

Am Dienstag habe ich mir eine Hala-Line besorgt, eine katarische Prepaid-Karte. Gespräche nach Deutschland kosten so nur drei Rial pro Minute, umgerechnet 63 Cent. Mein Problem aber: Ich laufe nun mit drei Mobiltelefonen durch die Gegend: Mein Smartphone für Whatsapp-Chats, Viber (tolle App, um kostenlos übers Internet zu telefonieren, meine App-Entdeckung dieser Tage), Facebook, Twitter und Co., mein Diensthandy, über das ich per SMS über meine Interview- und sonstigen Bayern-Termine informiert werde und eben die Hala-Line.

Ständig klingelt, piept und vibriert irgendeins. Und natürlich verleitet die totale Kommunikationsfähigkeit auch zu etwas unnützen Recherchen. Weil es geht. Eben habe ich bei meinem jordanischen Freund Rabieb in München angerufen, um ihn zu fragen, was dieses „Kiff-Kiff” bedeutet, das die Araber ständig sagen. Während Rabieb es mir erklärte, habe ich es parallel schon bei Twitter verpostet und an einen Kollegen verschickt.
Fast verpasst hätte ich aber, dass fünf Meter weiter Philipp Lahm sein Mediengespräch beginnen wollte. „Kiff-Kiff” bedeutet übrigens „Vergnügen” oder auch „passt scho”. Ich werd’s mir merken. Wofür auch immer.

 

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