Große Eröffnung am Sonntag Nach jahrelangem Umbau: So wird die neue Kugler-Alm

, aktualisiert am 01.06.2018 - 09:56 Uhr
Gemütlich und doch modern: die neue, alte Wirtschaft. Foto: Annette Baronikians

Nach jahrelangem Umbau eröffnet die Kugler-Alm wieder. Die AZ erklärt, was in der Oberhachinger Traditionswirtschaft jetzt anders ist.

 

Oberhaching - Fast drei Jahre wurde umgebaut und modernisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Kugler-Alm erstrahlt in neuem (und vertrautem) Glanz und wird nun am Sonntag, 3. Juni, mit einem Fest offiziell wiedereröffnet. "Wir wollten, dass die Kugler-Alm wie ein gewachsenes bayerisches Dorf wirkt", sagte Wirtin Antje Schneider der AZ bei einem Rundgang über das weitläufige Areal: "Hier soll sich einfach jeder wohlfühlen."

Dafür wurde in der beliebten Ausflugseinkehr am Perlacher Forst viel getan: Kinder können sich auf dem zur "Kinderbaustelle" umgestalteten Spielplatz vergnügen. Im Biergarten ist eine neue Schmankerlgasse mit Küche und Schänken entstanden, die nicht den oft üblichen Kantinenflair verströmt, sondern einem hölzernen Bauernhaus gleicht.

Kugler-Alm: Wirtin Schneider will Ruhe und Gemütlichkeit

Sitzen kann man im Biergarten auf bequemen Bänken mit Rückenlehnen. Wer's ruhiger mag, verzieht sich mit Spaten-Bier, Schweinswürstln und Co. in den neu angelegten Obst- und Bauerngarten. Von hier aus fällt der Blick zum Wirtshaus der Kugler-Alm, das einen eigenen Kräuter- und Gemüsegarten bekommen hat.

Er ist fraglos gelungen, der "gemütliche Dorf-Charakter", den Wirtin Antje Schneider schaffen wollte. Während der Biergarten in der fast dreijährigen Umbauzeit zwischenzeitlich geöffnet war, war das Wirtshaus zwei Jahre zu. Das alte Gemäuer brachte bauliche Überraschungen zutage und musste schließlich so gut wie von Grund auf saniert werden. Festsaal gibt es keinen mehr, dafür ein modern-bayerisches Wirtshaus mit viel dunklem Holz, Kachelöfen, farbenfrohen Stoffen und hübschen Accessoires. Der Name: Franz Xaver.

"Anders hätte unser Wirtshaus gar nicht heißen können", sagt Schneider (geborene Haberl und Wiesn-Wirtin der Ochsenbraterei): "Es liegt mir am Herzen, seinen Geist in der Kugler-Alm zu bewahren." Den Geist Franz Xaver Kuglers, dem Gründer der Alm, der angeblich 1922 die Radler-Maß erfunden haben soll – weil der Alm das Bier ausging.

Kugler-Alm: Wiedereröffnung am 3. Juni

Fakt ist, dass der ehemalige Bahnarbeiter 1895 eine bewirtete Bretterbude eröffnete. Im Laufe der Jahre wurde aus dieser die "Attraktive Ausflugs- und Vergnügungsstätte Kugler-Alm". Kugler nannte sich "populärster Festwirt Deutschlands". Seine Nachfolgerin Antje Schneider, seit 1996 Kugler-Alm-Chefin, ist aus ganz anderem Holz geschnitzt. Sie ist eine Frau der leisen Töne, doch mit ihrer Kreativität und ihrem Einfallsreichtum steht sie Franz Xaver in nichts nach.

Das Fest zur Wiedereröffnung der Kugler-Alm startet am 3. Juni ab 11 Uhr. Nach der ökumenischen Segnung des Wirtshauses gibt's Blasmusik, Ochs vom Spieß, Kasperltheater und Ponyreiten für die kleinen Gäste.

 

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